WM 2022 "Metro this way, Sir": Über die Helferarmee in Doha und ihre erschöpfende Rundumversorgung

Volunteer Katar
Ein sogenannter Volunteer erklärt, wie eine Metrostation funktioniert
© Matthias Koch / imago
Sie sind nett, sie sind beflissen, sie sind überall. Wohl noch nie gab es so viele Servicekräfte im Dienste einer WM. Als Gast stellt man irgendwann das selbstständige Denken ein. 

Man möge mich nicht falsch verstehen, ich will nicht undankbar wirken. Es ist nett, wenn einem geholfen wird, wo man Hilfe benötigt. Und es ist gütig, einem Mann, der verloren scheint, den rechten Weg zu weisen. Und, ja, es gibt wohl auch nichts zu beanstanden am hehren Willen, jemanden zu fragen, ob er einen Rat braucht, und sei es ganz grundlos. Nur was, frage ich, macht es mit einem, wenn man in einem forthofiert, angeleitet, korrigiert und souffliert wird, wenn einem ohne Unterlass Richtungen, Wege und Benimmregeln ins Ohr geschrien werden, wenn einem das Alleroffensichtlichste erklärt werden muss, ohne dass man je danach gefragt hätte?  

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