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Noch vier Tage bis zum Showdown gegen England

Am Samstag wird sich zeigen, wer das Zeug zum Gruppensieg bei der WM-Qualifikation hat. Und wieder einmal heißt es Deutschland gegen England. Die Völler-Elf bezieht derweil ihr Trainingslager.

Für die »Operation WM-Ticket« bezog Rudi Völler schon einen Tag vor den Nationalspielern am Starnberger See Quartier und versammelte am Montagabend den gesamten Trainer- und Organisationsstab der DFB-Auswahl um sich. Einem reibungslosen Countdown scheint nichts im Wege zu stehen. Mit insgesamt fünf Trainingseinheiten an vier Tagen will der Teamchef den dreimaligen Weltmeister von diesem Dienstag an für das WM-Qualifikationsspiel am Samstag (19.30 Uhr/live ARD) im ausverkauften Münchner Olympiastadion gegen England präparieren. Bis auf eine Ausnahme werden die Trainingseinheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Selten gab es so viel Zeit für gemeinsames Training

»Damit wir uns vernünftig vorbereiten können, brauchen wir Ruhe. Es ist schön, dass wir ?mal mehr Zeit haben«, sagte Völler vor dem Treffpunkt des 20-köpfigen Kaders. Dabei hoffte der Teamchef, dass die vier Bayern-Profis Oliver Kahn, Thomas Linke, Carsten Jancker und Alexander Zickler am Montagabend in Bielefeld ihr DFB-Pokalspiel gegen den SC Paderborn ebenso unverletzt überstehen, wie England- Legionär Dietmar Hamann. Der Mittelfeldspieler, welcher am Montag seinen 28. Geburtstag feierte, musste mit dem FC Liverpool in der endlischen Premier antreten.

Das Lazarett ist noch voll

Mit Mehmet Scholl, Jens Jeremies, Marco Bode und Jörg Heinrich muss Völler schon auf vier wichtige Akteure aus Verletzungsgründen verzichten. Dazu fehlt der nach seinem Platzverweis gegen Albanien für ein Spiel gesperrte Leverkusener Carsten Ramelow.

Mit einem Sieg wäre die Völler-Elf durch

Trotz der großen Bedeutung der Partie, bei der sich die deutsche Elf mit einem Sieg vorzeitig für die Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan qualifizieren kann, sehen die Akteure dem Samstag entspannt entgegen. »Die Vorfreude überwiegt«, sagte Abwehrchef Jens Nowotny: »Wir wissen, was wir können. Ich bin eigentlich sehr optimistisch.«

Bloß nicht verkrampfen

Völler weiß derweil um den Spagat, den er an den kommenden Tagen bewältigen muss. »Wir müssen daran arbeiten, dass der Druck nicht zu groß wird für die Spieler«, sagte der Teamchef, der ein vernünftiges Maß zwischen Spannungsaufbau und Lockerheit finden will. »Wir wollen die Spieler nicht Tag für Tag mit irgendwelchem Video-Material zuschütten«, verriet der Teamchef ein Beispiel.

Einiges ist wieder gut zu machen

Nowotny begrüßt das: »Man muss kein Videostudium mehr machen. Man kennt die Spieler aus der Vergangenheit. Man weiß zum Beispiel um die Gefährlichkeit von Heskey und Owen im Sturm«, sagte der Leverkusener. An Entschlossenheit auf dem Platz werde es nicht mangeln: »Nach der verkorksten EM wollte und will jeder von uns beweisen, dass wir einen guten Fußball spielen können und zur Weltspitze gehören.«

Der Schiedsrichter ist ein alter Bekannter

Ein schlechtes Omen für Nowotny und Co. könnte der Schiedsrichter sein: Der Italiener Pierluigi Collina wird den Länderspiel-Klassiker pfeifen. Der international erfahrene Mann mit der markanten Glatze war im vergangenen Jahr beim deutschen EM-Desaster in Belgien und den Niederlanden Schiedsrichter bei der 0:1-Niederlage im Vorrundenspiel gegen England in Charleroi.

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