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Champions League: Real-Blamage in Wolfsburg: Marcelo goes to Hollywood

Als wenn der Auftritt von Real im Champions-League-Viertelfinale beim VfL Wolfsburg nicht schon schnöselig genug gewesen wäre: Die Schauspieleinlage von Madrids Marcelo war die Lachnummer des Abends.

Marcelo Real Madrid Wolfsburg Champions League

Sterbender Schwan, wütender Gegenspieler: Im Champions-League-Viertelfinale in Wolfsburg geigt Maximilian Arnold dem am Boden liegenden Marcelo die Meinung

Den Ausflug nach Niedersachsen hatten sich die Profis von Real Madrid sicher ganz anders vorgestellt. Aber mehr als eine dominante Anfangsphase inklusive Abseitstor von Cristiano Ronaldo und vergebener Riesenchance von Karim Benzema war an diesem Abend in der ausverkauften Volkswagen-Arena nicht drin. Nach dem Doppelschlag der "Wölfe" zur 2:0-Führung verlor das Team von Zinedine Zidane völlig den Faden - und im Falle des brasilianischen Nationalspielers Marcelo auch den Anstand.

Der Linksverteidiger hatte sich gegen Maximilian Arnold in der 69. Minute gleich zwei Tätlichkeiten erlaubt, versuchte in derselben Szene aber gleichzeitig, mit einer theatralischen Schauspieleinlage einen Platzverweis für Arnold zu schinden. Arnold reagierte wütend und kassierte wegen der anschließenden Rudelbildung die Gelbe Karte.

Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking: "Das hat Marcelo nicht nötig"

"Maxi Arnold ist zu einer Gelben Karte gekommen, die er nicht verdient hatte", sagte Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking nach dem Spiel. "Im Gegenteil: Ich habe Marcelo gesagt, er solle die Schauspielerei sein lassen. Er hätte sich nicht beschweren können, wenn er nach dieser Szene gar nicht mehr auf dem Platz gewesen wäre. Das hat mich geärgert, denn das hat er nicht nötig."

Im Netz sorgt die peinliche Einlage von Marcelo für viel Spott, aber auch Wut unter den Fans. Für viele gehört der 27-Jährige mit seinem theatralischen Talent eher nach Hollywood als auf den Fußballplatz.

tim

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