VG-Wort Pixel

Skandal bei Viertligist Jugendfußballer von Lok Leipzig posieren mit Hitlergruß - so reagiert der Verein

Die Auswechselbank des 1. FC Lokomotive Leipzig
Die Auswechselbank des 1. FC Lokomotive Leipzig
© BEAUTIFUL SPORTS/Jan Kaefer/ / Picture Alliance
Volksverhetzung auf dem Fußballplatz: Spieler einer Jugendmannschaft von Lok Leipzig haben am vergangenen Wochenende den Hitlergruß gezeigt - das hatte Folgen.

Spieler der B1-Jugendmannschaft von Lokomotive Leipzig haben am vergangenen Wochenende mit dem Hitlergruß für ein Foto posiert. Der Fussballverein hat daraufhin harte Konsequenzen gezogen.

Gegen den Co-Trainer, der die Spieler zu der Pose aufgefordert hatte, sei Strafanzeige gestellt und ein lebenslanges Hausverbot erteilt worden, teilte der Club über Facebook mit. Die Vereinsführung hat einen weiteren Nachwuchstrainer entlassen und die Mannschaft wurde bis zum Saisonende vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Der Vorfall hatte sich auf dem Clubgelände ereignet.

Auf seiner Facebookseite schrieb der Verein am Freitagabend: "Beim Zeigen dieses Grußes handelt es sich nicht nur um den Straftatbestand der Volksverhetzung. Er steht stellvertretend für die millionenfache Ermordung von Menschen in einem Unrechtssystem. Das ist also weder ein Kavaliersdelikt noch eine Provokation oder gar ein 'Spaß'."

 Der 1. FC Lok kündigte an, gemeinsam mit dem Landessportbund und dem Fanprojekt Leipzig verschiedene Workshops für diese Jugendlichen durchzuführen. "Die Jungs wissen, dass sie Mist gebaut haben. Wir wollen sie aber nicht als Menschen verlieren, sondern auf einen guten Weg zurückholen", zitiert die "Bild"-Zeitung Vereinspräsident Thomas Löwe. Dem Blatt zufolge gab es zudem einen Elternabend zu dem Vorfall.

Nach dem deutschen Strafgesetzbuch ist das Verwenden nationalsozialistischer Kennzeichen wie Fahnen, Abzeichen, Uniformstücke, Parolen und Grußformen strafbar. Dazu gehört das Zeigen des Hitlergrußes. Dafür kann man mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren belegt werden. Wer den Hitlergruß zeigt, macht sich zudem häufig auch wegen Volksverhetzung strafbar. Darauf stehen Freiheitsstrafen von drei Monaten bis zu fünf Jahren oder Geldstrafen.

ky / Martin Beils / dpa

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker