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Handball-WM Nationalmannschaft startet mit Respekt und Teamstärke ins erste Spiel

Uwe Gensheimer, Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft, bei einem Testspiel im Januar
Mannschaftskapitän Uwe Gensheimer soll das deutsche Team zum Sieg führen. Durch den plötzlichen Tod seines Vaters stand die Teilnahme von Gensheimer auf der Kippe.
© Sven Simon/Picture Alliance
Heute Abend startet die deutsche Mannschaft in die Handball-WM auf französischem Boden. Der erste Gegner ist ein Großer, Bundestrainer Sigurdsson spricht von "Riesenrespekt". Gut, dass er auf seinen Mannschaftskapitän nicht verzichten muss.

Siegessicher wirkt er nicht, unser Nationaltrainer Dagur Sigurdsson. Aber ein bisschen Respekt hat bekanntlich noch niemandem geschadet. Im ersten Spiel steht unsere Handball-Nationalmannschaft heute Abend Ungarn gegenüber. Sigurdsson weiß zwar um die eigenen Stärken, sieht sein Team gegen die erfahrenen Ungarn aber dennoch überraschend als Außenseiter. Wie lässt sich der Gegner aushebeln und welche Rolle kann Gensheimer nach dem Tod seines Vaters schon wieder spielen?

Nach Schicksalsschlag zurück im Team

Uwe Gensheimer ließ sich direkt in die Trainingshalle fahren. Ohne Stopp im Teamhotel war der Kapitän nach seiner über sechsstündigen Fahrt von Mannheim nach Rouen in die Abschlusseinheit eingestiegen. Auf den 30-Jährigen wird es gegen die erfahrenen Ungarn direkt ankommen. Mit seiner Klasse gibt er der DHB-Auswahl Halt, gerade die vielen jungen Spieler orientieren sich am Linksaußen. Aber auch Gensheimer braucht nun vielleicht mehr denn je die Mannschaft. Nach dem schweren Schicksalschlag innerhalb seiner Familie bekommt er in Frankreich möglicherweise die Ablenkung, die er gerade braucht.

Ungarn ist auf Erfolgskurs

Sigurdsson ist in den vergangenen Tagen nicht müde geworden, vor den Ungarn zu warnen. Die Ungarn seien viel besser drauf als noch vor zwei Jahren, sagte der Bundestrainer. Großen Respekt hat er vor allem vor Ungarns Altstar Laszlo Nagy. "Wir treffen auf einen Gegner, der sehr im Kommen ist. Darum haben wir Riesenrespekt", sagt er. Und darum bezifferte er die deutschen Siegchancen in den vergangenen Tagen auf lediglich 40 Prozent.

Neben Gensheimer wird auch Kai Häfner eine entscheidende Rolle gegen die Ungarn spielen. Der 27-Jährige ist der einzige Linkshänder im deutschen Rückraum. Sigurdsson hat allerdings keine Sorgen, dass Häfner gegen die Ungarn mal die Puste ausgehen könnte. "Wir werden dafür sorgen, dass er Minutenpausen bekommt, so dass er auch gemütlich durch das Turnier kommt." Sollte die Ausdauer irgendwann nicht mehr reichen, stünde Weltmeister Holger Glandorf für eine Nachnominierung bereit.

sve DPA

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