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Bei Show in Kalifornien 22-Jähriger fällt beim Bullenreiten von Tier und wird zu Tode getrampelt

Die Sporen eines Bullenreiters als Symbolfoto
Der junge Bullenreiter verfing sich beim Absturz mit seinem Sporn im Flankenriemen des Bullen, konnte dem bockenden Tier also nicht entkommen
© Imago Images
Ein brasilianischer Bullenreiter ist in Kalifornien getötet worden. Dabei wurde dem 22-Jährigen der Flankenriemen, der um das Tier gewickelt war, zum Verhängnis.

Ein tödlicher Unfall überschattet die Professional Bull Riders Pendleton Whisky Velocity Tour in den USA. Dort war am Sonntag in Fresno, Kalifornien, der 22-jähriger Amadeu Campos Silva im Krankenhaus verstorben, nachdem er zuvor von einem Bullen zu Tode getrampelt worden war.

Wie die Organisation der Professional Bull Riders mitteilte, hatte der Bulle den jungen Reiter nach 5,31 Sekunden abgeworfen. Beim Absturz verfing sich sein Sporn im Flankenriemen, der um den Unterkörper des Stiers gewickelt wird, um ihn zum Bocken zu bewegen. Das führte dazu, dass Silva unter den Bullen gezogen wurde und die Hinterbeine des Tiers auf seiner Brust landeten. Später wurde er in einem Krankenhaus für tot erklärt. Das Büro des Gerichtsmediziners von Fresno County bestätigte den Tod, die genaue Ursache steht bislang noch nicht fest.

Amadeu Campos Silva wollte in den USA Geld verdienen

"Es war eindeutig kein Akt der Aggression", erklärte ein Sprecher von Professional Bull Riders später laut Associated Press. "Der Stier bockte in seinem normalen Verhaltensmuster".

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Der Tod ereilte den jungen Mann nur drei Tage vor seinem 23. Geburtstag. Amadeu Campos Silva galt als aufstrebender Star in der Szene. Schon im Alter von 16 Jahren begann der in einer kleinen Gemeinde in Sao Paulo aufgewachsenen Silva auf Stiere zu steigen. Die Leidenschaft dafür hatte er von seinem Vater geerbt, ein ehemaliger Bullenreiter, der seinem Sohn schnell den Westernsport nahebrachte. Später war es sein Traum, in die Vereinigten Staaten zu gehen und als Bullenreiter so viel Geld zu gewinnen, dass er seiner Familie eine Ranch in Brasilien kaufen könnte. Seine Eltern folgten ihm in die USA und nahmen einen Job auf einer Ranch in Texas an, um ihren Sohn bei der Verfolgung seines Traums zu unterstützen, der am Sonntag ein schreckliches Ende fand.

Bullenreiten in Deutschland als tierschutzwidrig eingestuft

Während in den USA Bullenreiten die Königsdisziplin des Rodeos ist und allein die PBR rund 200 Events pro Jahr abhält, finden in Deutschland laut Tierschutzbund jährlich etwa 20 Rodeo-Veranstaltungen in verschiedenen Disziplinen statt. Das Bullenreiten wurde 2005 von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT)  als tierschutzwidrig eingestuft, ebenso die Verwendung von Flankengurten und Sporen. Verschiedene Bundesländer haben daraufhin unterschiedliche Erlässe herausgegeben, welche unter anderem das Bullenreiten sowie den Einsatz von Flankengurt und Sporen verbieten. In einigen Städten sind Rodeos gänzlich verboten. Eine einheitliche Haltung aller Bundesländer gibt es jedoch nicht. Tierschutzorganisationen wie der Deutsche Tierschutzbund oder Peta rufen daher dazu auf, derartige Veranstaltungen zu vermeiden.

Dieser Bulle in Nordindien nimmt ein Auto auf die Hörner.

Sehen Sie im Video: Ein aggressiver Bulle nimmt in Indien ein Auto auf die Hörner. Verletzt wird bei dem Vorfall zum Glück niemand. Unfälle mit Rindern sind in Indien allerdings keine Seltenheit – und das hat einen einfachen Grund.

Quellen:  Associated Press, Professional Bull Riders, Peta, Deutscher Tierschutzbund

jek

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