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Führerschein-Skandal geht weiter: Staatsanwaltschaft ermittelt erneut gegen Marco Reus

Der Skandal um Marco Reus ist offenbar noch nicht ausgestanden: Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat neue Ermittlungen aufgenommen. Reus soll öfter ohne Führerschein gefahren sein, als gedacht.

Führerschein-Skandal: Staatsanwaltschaft ermittelt wieder gegen Marco Reus

Nationalspieler und BVB-Star Marco Reus fuhr sieben Jahre ohne Führerschein Auto und musste dafür Ende des vergangenen Jahres 540.000 Euro Strafe zahlen. Doch der Skandal um den Fußball-Profi ist damit noch nicht ausgestanden. Denn die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt weiterhin gegen den 25-Jährigen. Bereits seit dem 19. Dezember läuft dort ein nicht öffentlich geführtes Verfahren, berichtet die "Bild"-Zeitung.

Bei dem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Fahren ohne Führerschein geht es um Fälle, die zuvor offenbar nicht bekannt waren. Der erste Strafbefehl war mehrfach als zu milde kritisiert worden. So habe die zuständige Dezernentin der Staatsanwaltschaft nicht bei Reus' Mannschaftskollegen des BVB oder in dessen Familie ermittelt.

Bürger beobachteten Reus im Auto

Den Strafbefehl über 540.000 Euro vom 25. November bekam Reus wegen Fahrens ohne Führerschein in sechs Fällen. Doch mehrere Bürger hatten den Fußballer vorher am Steuer gesehen – und dies gemeldet.

"Zahlreiche Bürger haben uns in Briefen Beispiele für weitere Fahrten von Reus zukommen lassen", sagt Barbara Vogelsang, die Sprecherin der Dortmunder Staatsanwaltschaft. Daraufhin wurden die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Reus könnte also öfter ohne einen gültigen Führerschein gefahren sein, als bisher bekannt. Und das könnte unangenehme Folgen für ihn haben.

Denn die erste Strafe lag bei 90 Tagessätzen á 6000 Euro. Damit blieb Reus unter der Grenze, bei der man als vorbestraft gilt. Das ist ab 91 Tagessätzen der Fall. Sollten dem Profi-Kicker also weitere Fälle nachgewiesen werden, droht ihm ein Eintrag im Führungszeugnis.

mka

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