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Ertls Olympia-Tagebuch: Dabei sein ist eben doch nicht alles

Der Countdown läuft: Am Samstag geht es bei den Olympischen Spielen in Vancouver erstmals um Medaillen. Auch bei stern.de-Kolumnistin Martina Ertl und Ex-Weltklasse-Skistar hat das Kribbeln bereits begonnen. Warum? Lesen Sie selbst!

Zum ersten Mal nach den Wettkämpfen in Albertville, Lillehammer, Nagano, Salt Lake City und Turin erlebe ich die Olympischen Winterspiele als Zuschauerin und trotzdem spüre ich ein leichtes Kribbeln im Bauch, so wie ich es als aktive Sportlerin kurz vor dem Beginn der Spiele immer verspürt habe. Ich freue mich sehr darüber, dass die Kanadier mit der Metropole Vancouver und dem Wintersportzentrum Whistler Gastgeber sind. Im Weltcup waren wir einmal bei einem Rennen in Whistler und dies ist mir in sehr guter Erinnerung geblieben. Das Wettkampfgebiet ist landschaftlich sehr schön und die Kanadier sind sehr freundliche, nahbare und unkomplizierte Menschen.

Warum nun ist für uns Sportler Olympia etwas Besonderes? Der Mythos Olympia nährt sich sicherlich davon, dass die Spiele nur alle vier Jahre stattfinden. In einem Sportlerleben hat man also nicht viele Chancen, eine Olympische Medaille zu gewinnen oder sogar Olympiasieger zu werden. Das, was selten ist, weckt immer Begehrlichkeiten. Die Olympische Atmosphäre ist gänzlich anders als bei Weltcuprennen oder Weltmeisterschaften.

Alles steht und fällt mit dem Olympischen Dorf, in dem Athleten aller Länder und aller Sportarten vierzehn Tage lang leben. Während man bei den Weltcups nur mit Sportlern seiner eigenen Sportart unterwegs ist, sitzt man hier beim Essen neben einem Eishockeyspieler oder einem Bobanschieber. Obwohl man sich auf seine Olympischen Starts vorbereitet, hat man dennoch Zeit, Bekanntschaften zu schließen, Wettkämpfe anderer Sportarten zu besuchen und dieses Gefühl auszukosten, dass die Welt sich ein paar Tage an einem Ort trifft.

Olympia war und ist für mich ein Fest der Begegnung, bei dem dabei zu sein sehr viel bedeutet. Aber sicherlich ist für uns Leistungssportler im Ergebnis "dabei zu sein" eben doch nicht alles. Obwohl man vom Olympischen Flair schnell gefangen genommen wird, ist der Fokus auf die eigenen Wettkämpfe gerichtet. Mit einer Medaille nach Hause zu kommen, ist einfach das größte Geschenk, das man sich machen kann!

Die Konzentration ist bei einem selbst so stark, dass man auch schon an den Tagen vor dem Wettkampf, vor allem beim Training, eine große Anspannung spürt. Man muss sehen, dass man sich dann immer wieder ablenkt und seine Anspannung bewusst herunterfährt. Von der Massagebank bis zur Entspannungsmusik wird alles instrumentalisiert, was einem etwas Ruhe verschafft. Das Olympische Dorf als sportliche "Riesen-WG" hilft natürlich auch dabei.

Ich bin jedenfalls für unsere und mit unseren Athleten ganz schön aufgeregt und hoffe, dass sie immer wieder Zeit finden werden, den Kopf "auszuschalten". Schöne Spiele werden wir in Kanada haben und ich bin sehr gespannt darauf, welche abseitigen Geschichten in Vancouver und Whistler geschrieben werden. Ich werde diese dann an Sie, liebe stern.de-User, in meiner kleinen Kolumne weitergeben.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(