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Google-Doodle zum Synchronschwimmen: Tanzen unter Atemnot

Wer Synchronschwimmen als einfaches Wasserballett abtut, ist im Unrecht. Denn all die Grazie erfordert Konzentration und Präzision - das ist schwierig, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.

Die anmutige Disziplin des Synchronschwimmens gibt es schon seit dem späten 19. Jahrhundert. Nur hieß sie damals noch anders: Wasserballett. Zunächst waren nur Männer als Teilnehmer von Wettkämpfen zugelassen, doch schon bald gewannen die Frauen die Überhand und verdrängten die Kerle fast vollständig aus dem Sport.

Pionierin auf dem Gebiet des "Unterwasserballetts" war die australische Schwimmerin Annette Kellerman. Mit ihren Auftritten in gläsernen Wassertanks machte sie ihren Sport auch in Europa und den USA populär. Die ersten offiziellen Wettkämpfe fanden in den 1930er Jahren statt, olympisches Debüt feierte das Synchronschwimmen jedoch erst im Jahr 1984. Hier waren die Herren der Schöpfung bereits von den Wettkämpfen ausgeschlossen.

Nicht nur Geplansche

Doch auch wenn die Bewegungen der Damen im Wasser leicht und beschwingt aussehen, ist das Synchronschwimmen komplexer und anspruchsvoller, als es womöglich erscheinen mag: Ausgestattet mit Unterwasser-Kopfhörern begeben sich Teams aus zwei oder acht Sportlerinnen unter Wasser und führen zu musikalischer Begleitung kurze Bewegungsabfolgen vor. Richter urteilen dann über die Vielfalt der Darbietungen und die Schwierigkeit und Ausführung der Choreografie.

Ob nun in Zweier- oder Achterteams, müssen die Sportlerinnen erst ihre technischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und festgelegte Bewegungen vorführen. Erst in der nächsten Runde können die Sportler freie Choreografien darbieten. Nach Auswertung beider Runden entscheidet sich, welches Team ins Finale einzieht.

Bei den diesjährigen Olympischen Spielen in London treten 24 Nationen im Synchronschwimmen gegeneinander an. Ein deutsches Team konnte sich nicht qualifizieren.

Katharina Gipp
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