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Olympia 2012: Basketball: Ein Doodle zum Körbewerfen

Im Basketball-Viertelfinale treffen heute die USA auf Australien. Und im Büro liefern sich Chef und Praktikant ein spannendes Match. Google macht's möglich - mit seinem neuem Olympia-Doodle.

Wer macht mehr Körbe? Diese Frage wird sich heute in vielen Büros stellen. Seit Beginn der Olympischen Spiele in London würdigt Google jeden Tag eine der Sportarten mit einem Doodle. Gestern konnten sich die User im Hürdenlauf ausprobieren, heute werden ein paar Körbe geworfen. Mit Maus und Leertaste kann sich jeder wie Michael Jordan fühlen. Und den Kollegen besiegen, ganz ohne ins Schwitzen zu kommen.

Olympisch ist Basketball seit den Propagandaspielen 1936 in Berlin. Bei den von den Nazis instrumentalisierten Spielen wurden Basketballspiele noch auf Tennisplätzen ausgetragen. Wenig überraschend ist, dass die USA die erste Goldmedaille erkämpften und auch bei den sechs folgenden Olympischen Spielen ganz oben auf dem Treppchen standen. Schließlich wurde Basketball 1891 in Springfield, im Bundesstaat Massachusetts, erfunden.

Der Kanadier James Naismith war auf der Suche nach einem Ballsport, bei dem sich seine Studenten im Winter nicht so schnell verletzen. Daher kam er auf die Idee, Körbe über den Spielern anzubringen, um das Spiel zu entzerren und weniger Körperkontakt zu erzeugen. Die ersten Basketballkörbe waren Pfirsichkörbe und wurden eher zufällig auf der noch immer gültigen Höhe von 3,05 Metern befestigt. Das Regelwerk, nach dem auch noch heute gespielt wird, entwarf Naismith damals zusammen mit der Schulsekretärin.

Gold für die USA

Über den College-Basketball setzte sich das Spiel in den USA sehr schnell durch. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Mannschaften gebildet. Die amerikanische Basketballliga (NBA), die heute weltweit den Ton angibt, entstand 1946. Doch auch in anderen Ländern der Welt fand das Hallenspiel schnell neue Fans. 1972 gelang es der Sowjetunion der USA erstmals die Goldmedaille bei Olympia abzuluchsen. In den nächsten zwanzig Jahren stritten meist die USA, Jugoslawien und die UdSSR um die Vorherrschaft im Basketball. Der erneute Siegeszug der USA begann 1992. Seit den Spielen in Barcelona dürfen auch Profi-Spieler aus der NBA an der Olympiade teilnehmen und so heißt es alle vier Jahre "Gold für die Vereinigten Staaten von Amerika". Nur Argentinien konnte die Amerikaner im Jahr 2004 noch einmal auf den dritten Platz verweisen.

Heute finden in London die Viertelfinals der Männer statt. Favorit sind - natürlich - die USA.

Viktoria Meinholz

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