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Olympia 2012 in London: Interaktives Doodle zum Hürdenlauf

Es kommt Bewegung in die olympischen Doodles: Statt wie bisher mit einer Grafik, überraschen die Google-Macher mit einem interaktiven Spiel. Dabei können sich die User im Hürdenlauf ausprobieren.

Das heutige Google-Doodle widmet sich mit dem Hürdenlauf nicht nur einer der beliebtesten olympischen Disziplinen - zum ersten Mal können auch die User selbst aktiv werden. Die Google-Macher warten mit einem interaktiven Spiel auf, mit dem sich zwar keine Kalorien verbrennen lassen - Spaß macht es aber trotzdem.

Der Spieler steuert dabei mit der Tastatur oder Maus einen Läufer, der insgesamt über zehn Hürden springen muss. Je schneller die Pfeiltasten gedrückt werden, desto schneller absolviert der Sprinter seinen Hürdenlauf. Wenn man die Leertaste drückt, überspringt der Läufer die Hürde. Leicht gesagt ist nicht gleich leicht getan: Wird die Leertaste nicht im richtigen Moment betätigt, springt der Athlet nicht rechtzeitig ab und wirft dabei die Hürde um. Dafür gibt es zwar keine Strafe - aber wertvolle Sekunden bleiben auf der Strecke.

Am Ende des Laufes wird die gestoppte Zeit und eine Bewertung der Leistung angezeigt. Wer sich seines Ergebnisses nicht schämt, kann dieses mit seinen Kontakten auf Google+ teilen.

Hürdenlauf gilt als Zwangslauf

Der Hürdenlauf ist eine Laufdisziplin der Leichtathletik und wird auch als so genannter Zwangslauf bezeichnet, da der Athlet seinen Laufrhythmus durch die aufgestellten Hürden nicht frei wählen kann. Die Hürdenabstände und -höhen sind so gewählt, dass sie einen natürlichen Lauffluss unterbrechen. Der Start erfolgt wie bei allen Sprint-Wettbewerben aus dem Startblock. Die Hürden dürfen umfallen, jedoch nicht absichtlich umgestoßen werden. Läuft die Person an der Hürde vorbei oder verlässt sie ihre Laufbahn, so führt dies zur Disqualifikation.

Die Meisterschaftswettbewerbe werden bei Männern über 110 Meter und 400 Meter und bei Frauen über 100 Meter und 400 Meter ausgetragen. Unabhängig von der Laufdistanz müssen die Läufer jeweils zehn Hürden überspringen - lediglich die Höhe der Hindernisse ändert sich. Die Hürden der Männer sind auf der Strecke über 110 Meter 106,6 Zentimeter hoch, über 400 Meter liegt die Höhe bei 91,4 Zentimeter. Die Frauen müssen beim 100-Meter-Hürdenlauf eine Höhe von 84 Zentimeter und bei der 400-Meter-Distanz 76,2 Zentimeter überwinden.

Seit 1896 und damit schon bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit wurde der Hürdenlauf über 110 Meter bei den Herren ausgetragen. 1900 kam in London der 400 Meter Wettbewerb hinzu. Von 1932 bis 1968 gab es bei den Olympischen Spielen auch einen Hürdenlauf für Frauen, allerdings mit einer Laufstrecke von 80 Metern. 1972 wurde diese auf 100 Meter verlängert. Die Distanz über 400 Meter ist für die Frauen erst seit Los Angeles 1984 olympisch.

Sanchez ist Olympiasieger über 400 Meter

Die besten Männer erzielen im 400-Meter-Hürdenlauf Zeiten um 47 Sekunden, die Frauen schaffen dieselbe Strecke in ca. 53 Sekunden. Für die die Distanz von 110 Metern liegt die Bestzeit der Männer bei 13 Sekunden, die schnellsten Frauen brauchen für 100 Meter 12,5 Sekunden.

Bei den Olympischen Spielen in London ist Felix Sanchez aus der Dominikanischen Republik nach 2004 zum zweiten Mal Olympiasieger über 400 Meter Hürden geworden. In 47,63 Sekunden gewann der Leichtathlet vor dem US-Amerikaner Michael Tinsley, der 47,91 Sekunden lief. Bronze gewann der Olympia-Zweite von 2008, Javier Culson aus Puerto Rico in 48,10 Sekunden.

Marie Fleischhauer
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