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Olympia 2018 Aufwendig und teuer: Wie wird eigentlich olympisches Eis hergestellt?

Eis und Schnee – ohne geht nichts bei den Olympischen Winterspielen. Den richtigen Untergrund für die Athleten zu schaffen, ist aufwendig und sehr kompliziert. Für Sportarten in denen Hundertstelsekunden über Gewinner und Verlierer entscheiden, muss alles perfekt sein. Die Arbeiten für die olympischen Bahnen beginnen ein Jahr im Voraus. Um eine top Bobbahn zu bauen, muss zunächst Wasser gefiltert werden. Das ultra-klare Wasser wird in hunderten dünnen Schichten fein aufgesprüht und schnell gefroren. Der Prozess dauert fünf Tage. Er verhindert, dass sich Luftblasen im Eis bilden, die die Oberfläche uneben machen. Die Bobbahn muss konstant zwischen -3 und -2 Grad Celsius kalt sein. Ist das Eis zu warm, schmilzt es. Ist es zu kalt, kann es reißen. Die Bahnen werden regelmäßig auf Unregelmäßigkeiten geprüft. Eisbahnen müssen nach jedem Wettkampf repariert werden. Eine teure Angelegenheit. Eine Eisbearbeitungsmaschine kann bis zu 100.000 US-Dollar kosten. Angeblich soll Musik dem Eis helfen schneller zu gefrieren – bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotchi wurde übrigens klassische Musik gespielt, um die perfekten Eisbahnen zu erschaffen.

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Ob Curling, Bob oder Eishockey: das perfekte olympische Eis herzustellen, ist kompliziert, teuer und sehr zeitaufwendig. Wie gut, dass klassische Musik den Prozess angeblich beschleunigen kann.
Von Amelie Rolfs

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