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"Aimchess Rapid" Schach-Weltmeister Magnus Carlsen verliert gegen 16-Jährigen

Schach-Weltmeister Magnus Carlsen
Schach-Weltmeister Magnus Carlsen verlor jüngst gegen einen 16-jährigen Jungen aus Indien
© SANKAR / AFP
Schach-Weltmeister Magnus Carlsen hat gegen einen 16-jährigen Gegner aus Indien verloren. Im Angesicht der Niederlage fand er lobende Worte für seinen Kontrahenten. 

Kaum hat sich der Wirbel um die Betrugsvorwürfe in der Schach-Szene ein wenig gelegt, macht Weltmeister Magnus Carlsen erneut Schlagzeilen. Beim "Aimchess Rapid"-Turnier musste der Norweger eine bittere Niederlage einstecken. Er verlor am Montag gegen den 16-jährigen Inder Donnarumma Gukesh. Nie zuvor hat ein jüngerer Spieler den Weltmeister besiegt.

"Gegen Magnus zu gewinnen, ist immer besonders, aber ich war heute nicht sehr stolz auf mein Spiel", zitiert der "Spiegel" den Teenager. Wie der "Kicker" berichtet, habe Carlsen einen Vorteil im Spiel gehabt – bis er einen folgenschweren Zug tat, "der ihn komplett ins Hintertreffen beförderte".

Schach-Weltmeister lobt den Gegner

Nach der Partie fand der Weltmeister lobende Worte für seinen Gegner. "Er hat zuletzt im klassischen Schach extrem beeindruckend gespielt. Dieser Schnellschach-Sieg war vielleicht nicht seine stolzeste Errungenschaft. Aber zu gewinnen, ist immer schön", zitiert das Sport-Portal den 31-Jährigen. Wenige Tage zuvor hatte Carlsen bereits gegen einen 19-Jährigen verloren, der ebenfalls aus Indien stammt.  Das "Aimchess Rapid" ist das achte von neun Turnieren der "Meltwater Champions Chess Tour 2022", die mit 1,6 Millionen Dollar dotiert ist. Auf der Tour belegt Carlsen derzeit den ersten Platz.

In den vergangenen Wochen hat der Norweger vor allem wegen des Streits mit dem US-Amerikaner Hans Niemann für Aufregung gesorgt. Schon länger hegte der 31-Jährige den Verdacht, Niemann würde im Schach betrügen. Ende September machte er seine Vermutung erstmals öffentlich. Zuvor war der Norweger Mitte des Monats im Rahmen eines hochkarätig besetzten Onlineturniers auf Niemann getroffen und hatte die Partie nach einem Zug kommentarlos beendet.

Auch die Plattform "chess.com" stellte die Vermutung auf, dass der 19-jährige Amerikaner "wahrscheinlich in mehr als 100 Online-Schachpartien" geschummelt habe. Eine Diskussion, die die Schach-Welt noch lange beschäftigen wird: Der Weltverband kündigte an, eine Untersuchungskommission einzusetzen.

Quellen: "Der Spiegel", "Kicker", "Tagesschau"

lhi

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