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Unsensible Email: Läufern des Boston-Marathons zum "Überleben" gratuliert - Adidas entschuldigt sich

Drei Tote und 264 Verletzte forderte der Anschlag beim Boston-Marathon 2013. Adidas war der Terrorakt aber offenbar nicht mehr präsent: Via Mail gratulierte der Konzern den Läufern nun "überlebt" zu haben - und erntete Empörung.

Läufer beim diesjährigen Boston-Marathon

Auch diesen Teilnehmern des Boston-Marathons schickte Adidas die "unsensible" Email

Es war eigentlich schon programmiert, dass dieser Schuss nach hinten losgehen würde: Der Sportartikelhersteller Adidas hat sich mit einer unbedachten Grußbotschaft an die Teilnehmer des Boston-Marathons heftige Kritik eingehandelt. An alle 26.492 Läufer, die bei dem Wettbewerb das Ziel erreichten, schickte Adidas am Montag eine Email mit der Betreff-Zeile: "Glückwunsch, Sie haben den Boston-Marathon überlebt!"

Die Empörung ließ nicht lange auf sich warten. Viele Empfänger fühlten sich an den tödlichen Anschlag auf die Sportveranstaltung 2013 erinnert, wo zwei Attentäter an der Ziellinie deponierte Bomben zur Explosion gebracht und so drei Menschen getötet und weitere 254 verletzt hatten. 

"Unsensible Betreffzeile": Adidas entschuldigt sich

Entsprechend hagelte es vor allem in den sozialen Netzwerken Kritik an der Aktion. Inzwischen reagierte Adidas und entschuldigte sich für das Schreiben.

"Es tut uns unglaublich leid", erklärte Adidas am Dienstag über den Kurzbotschaftendienst Twitter. "Wir haben eindeutig nicht genug über die unsensible Email-Betreffzeile nachgedacht." Dies sei ein Fehler gewesen, für den sich der Konzern entschuldigen wolle.

Der deutsche Sportkonzern hatte im vergangenen Jahr Bestmarken bei Umsatz und Gewinn erzielt und ist auch auf dem US-Markt erfolgreich.

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mod / DPA / AFP
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