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Aussprache: Völler und Netzer haben sich wieder lieb

Knapp drei Monate nach ihrer heftigen Auseinandersetzung vor laufender TV-Kamera haben sich DFB-Teamchef Rudi Völler und "ARD-Chefkritiker" Günter Netzer wieder versöhnt.

Knapp drei Monate nach ihrer heftigen Auseinandersetzung vor laufender TV-Kamera haben sich DFB-Teamchef Rudi Völler und "ARD-Chefkritiker" Günter Netzer wieder versöhnt. "Günter und ich haben uns kürzlich nach einer Veranstaltung für die WM 2006 in einem Essener Hotel ausgesprochen", sagte Völler der "Bild am Sonntag" und betonte: "Zwischen uns ist jegliche Missstimmung ausgeräumt."

Aussprache ohne Rummel

Rund zwei Stunden hatten sich die beiden Ex-Nationalspieler unter vier Augen ausgetauscht. "Wir wollten das ohne Rummel und mit dem nötigen Abstand machen", erklärte Völler: "Bei unserer Aussprache musste sich keiner entschuldigen." Auch sei deutlich geworden, dass "man nicht immer in allen Punkten einer Meinung" sei.

Nach dem 0:0 am 6. Oktober im EM-Qualifikationsspiel der deutschen Mannschaft in Island war es unmittelbar nach Spielende zu einer heftigen verbalen Auseinandersetzung zwischen Völler und Netzer gekommen. Nachdem Netzer die Leistung der deutschen Mannschaft scharf kritisiert und von einem neuen Tiefpunkt gesprochen hatte, griff Völler in barschem Ton und wüster Wortwahl die "Fußball-Gurus" an und bezeichnete die Netzer-Generation unter anderem als Standfußballer.

"Günter wird weiter Kritik üben, wenn er es für richtig hält. Und ich werde genauso meine Meinung sagen", schilderte Völler das Ergebnis der Aussprache. Die Versöhnung mit ARD-Moderator Gerhard Delling, den der DFB-Teamchef in Reykjavik ebenfalls attackiert hatte, steht indes noch aus. Allerdings glaubt Völler: "Auch unser Verhältnis wird sich wieder normalisieren."

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