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Australian Open Deutsche Damen sorgen weiter für Furore


Angelique Kerber und Sabine Lisicki sind Julia Görges und Mona Barthel bei den Australian Open in die dritte Runde gefolgt. Bei den Herren schied dagegen der vorletzte Deutsche aus.

Angelique Kerber und Sabine Lisicki haben bei den Australian Open als dritte und vierte deutsche Tennisspielerin die dritte Runde erreicht. Kerber setzte sich gegen die Kanadierin Stephanie Dubois mit 7:5, 6:1 durch und trifft nun auf Maria Scharapowa. Die an Nummer vier gesetzte Russin hatte beim 6:0, 6:1 gegen die Amerikanerin Jamie Hampton überhaupt keine Mühe.

Sabine Lisicki gewann gegen Shahar Peer aus Israel leicht und locker mit 6:1, 6:2 und hat damit beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison zum zweiten Mal nach 2008 die zweite Runde überstanden. Lisicki verwandelte nach 53 Minuten ihren zweiten Matchball. Am Mittwoch waren bereits Julia Görges und Mona Barthel bei dem mit rund 21 Millionen Euro dotierten Event weitergekommen.

Für Philipp Petzschner war dagegen in der zweiten Runde Endstation. Der Bayreuther unterlag dem Kanadier Milos Raonic mit 4:6, 7:5, 2:6, 5:7. Damit ist von den zehn gestarteten deutschen Herren nur noch Philipp Kohlschreiber beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison dabei. Der Augsburger trifft am Freitag in der dritten Runde auf den Kolumbianer Alejandro Falla.

Stopps retten Leben

"Es war ein sehr schweres Match heute, aber ich habe mich reingekämpft und bin sehr glücklich über den Sieg", meinte Kerber einen Tag nach ihrem 24. Geburtstag. Eineinhalb Sätze lang musste die US-Open-Halbfinalistin gegen die Nummer 97 der Welt Schwerstarbeit verrichten, ehe der Widerstand von Dubois mit dem Break zum 4:1 im zweiten Durchgang endgültig gebrochen war.

Im ersten Satz kassierte Kerber sogar ein Break zum 2:4, nahm ihrer Gegnerin aber sofort ebenfalls den Aufschlag ab. "Ich bin immer positiv geblieben. Ich denke, das war entscheidend", meinte die Linkshänderin. Zum Knackpunkt wurde das elfte Spiel im ersten Satz, in dem Kerber das Service ihrer Gegnerin nach fast 20 Minuten mit dem vierten Breakball erneut durchbrach und mit 6:5 in Führung ging. Immer wieder streute sie in dieser Phase Stopps ein und kam damit zu Punkten. "Ich glaube, die Stopps haben mir heute das Leben gerettet", meinte Kerber.

Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner lobte ihren Schützling nach dem Sieg. "Im vergangenen Jahr hätte sie so ein Spiel noch verloren." Mit der Partie gegen die Russin Scharapowa, die am Samstag auf jeden Fall in einem der beiden großen Stadien stattfinden wird, wurde Kerber für ihre Beharrlichkeit belohnt. "Ich freue mich sehr auf das Spiel. Maria ist die Favoritin, aber ich habe nichts zu verlieren", sagte Kerber.

"Djoko" und Tsonga ohne Probleme

Vergeblich stemmte sich dagegen Petzschner gegen das Zweitrunden-Aus. Der US-Open-Sieger im Doppel ließ gegen den an Nummer 23 gesetzten kanadischen Aufschlagriesen Raonic zu viele Chancen liegen, um für eine Überraschung sorgen zu können. "Am Ende haben ein paar Punkte über Sieg oder Niederlage entschieden, und ich war leider nicht der Glückliche", meinte der Franke geknickt.

Im vierten Durchgang vergab er beim Stand von 5:4 und Aufschlag Raonic vier Satzbälle, um dann wenig später unter anderem durch einen leichten Volleyfehler selbst den Aufschlag abzugeben. "Volleys spielen kann ich eigentlich, dachte ich", sagte der zweimalige Grand-Slam-Sieger im Doppel. "Wenn mein Sohn den ins Netz spielt, bin ich sauer."

Die Favoriten hatten derweil am vierten Tag zumeist leichtes Spiel. Neben Scharapowa marschierte bei den Damen auch Serena Williams mühelos in die dritte Runde. Bei den Herren gaben sich der serbische Weltranglisten-Erste Novak Djokovic und der Franzose Jo-Wilfried Tsonga keine Blöße. Am schwersten tat sich Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien beim 6:2, 2:6, 6:4 gegen die Spanierin Carla Suarez Navarro.

kbe/DPA DPA

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