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Boxen: Felix Sturm erreicht nur ein Unentschieden gegen Martin Murray

Nach dem schwachen Kampf gegen Matthew Macklin hatte man ein Unentschieden erwartet. Das folgte nun am Ende der zwölften Runde gegen Martin Murray. sportal.de sah einen leicht überlegenen Felix Sturm, der trotzdem nicht gewann.

Felix Sturm bleibt Superweltmeister der WBA. Der Mittelgewichtler aus Köln kam vor 14.000 Zuschauern in Mannheim gegen den Briten Martin Murray nach 12 Runden aber über ein Unentschieden nicht hinaus.

"Ich habe mich vorn gesehen. Ich habe die klareren Treffer gesetzt. Ich war der dominierende Mann", meinte Sturm nach der Urteilsverkündung. Nach zwölf Runden werteten die Punktrichter: Jean-Francois Toupin 116:112 für Sturm, Ted Gimza 115:113 für Murray, Pasquale Procopio 114:114.

Martin Murray zeigte eine gute Doppeldeckung und ließ zu Beginn wenig zu, die erste Runde war sehr knapp, Murray mit leichten Vorteilen. Sturm kam gut in die zweite Runde und brachte seine Führungshand immer wieder durch die Deckung des Briten. Er dominierte den Kampf, ohne dabei zu glänzen. Er vernachlässigte seine Rechte erneut und verließ sich auf die guten Konter.

Sturm im Vorwärtsgang

Sturm war über die Dauer des Kampfes meist im Vorwärtsgang. Sein Gegner brachte Treffer über die Außen, an der Deckung vorbei ins Ziel. Allerdings tat der Brite zu wenig, um deutlich vorne zu liegen. Die sechte Runde ging an Murray, der Brite wurde aber zum Ende des Kampfes nicht viel aktiver. Er war überraschend konditionsstark, hatte bisher nur einmal über zwölf Runden gehen müssen, ließ nur wenig nach.

Die letzte Runde gehörte auch Felix Sturm. Allerdings waren die Punktrichter nicht mehrheitlich dieser Meinung. "Das war vermutlich eine Retourkutsche für den letzten Kampf", sagte Fritz Sdunek passend nach dem Kampf im Interview mit Sat 1. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Michel Massing

sportal.de / sportal
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