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Boxskandal: Weltmeister Felix Sturm soll gedopt haben

Dem deutschen Boxsport droht ein Skandal: Weltmeister Felix Sturm soll nach seinem letzten Titelkampf positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden sein. Der Sportler reagierte überrascht.

Felix Sturm nach seinem Kampf gegen Fjodor Tschudinow am 20. Februar in Oberhausen, in dem er sich den WM-Gürtel zurückholte

Felix Sturm nach seinem Kampf gegen Fjodor Tschudinow am 20. Februar in Oberhausen, in dem er sich den WM-Gürtel zurückholte

Box-Weltmeister soll bei seinem letzten Titelkampf gedopt gewesen sein. Darüber wurde Sturm von der World Boxing Association (WBA) informiert. Nach dem Sieg gegen den Russen Fjodor Tschudinow am 20. Februar in Oberhausen sei Sturm positiv auf die anabole Substanz Hydro-XY-Stanozol getestet worden.

Sturm reagierte überrascht auf die Ergebnisse, die ihm vom WBA per Mail mitgeteilt wurden. "Das ist alles sehr komisch. Der Bund Deutscher Berufsboxer als Ausrichter des Kampfabends ist überhaupt nicht informiert worden, nur ich und mein Fitnesstrainer", sagte Sturm dem Sportinformationsdienst (SID). "Ich habe ein absolut reines Gewissen." 

Dem Kölner Express sagte : "Ich bin in meiner Karriere Hundertmal getestet worden, immer waren die Ergebnisse negativ. Dass nach zwei Monaten eine solche Nachricht kommt und dazu der BDB nicht in Kenntnis gesetzt wurde, wie kann das sein? Ich werde Anwälte einschalten und die B-Probe öffnen lassen." Sollten sich die Ergebnisse bestätigen, droht Sturm die Aberkennung seines WM-Titels und eine Sperre.

Der Bund deutscher Berufsboxer hält bislang zu Sturm. "Felix Sturm hat die Möglichkeit zur Stellungnahme. Für uns gilt die Unschuldsvermutung. Ich glaube nicht, dass er bewusst etwas genommen hat", sagte BDB-Präsident Thomas Pütz der DPA.

bak

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