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Boxen: Klitschko muss regulären Titel abgeben

Wladimir Klitschko ist seinen regulären WBA-Titel los. Der Verband führt Wladimir Klitschko nun als Superchampion und ist damit in der Lage den regulären Titel wieder ausboxen zu lassen. Ruslan Chagaev wird gegen Alexander Povetkin um den vakanten Titel boxen. sportal.de erklärt das Chaos.

Wladimir Klitschko muss sich die Weltmeisterehren im Verband World Boxing Association (WBA) teilen. Die WBA setzte als Kampf um den regulären WM-Titel im Schwergewicht das Duell des Weltranglisten-Ersten Ruslan Chagaev gegen den Zweiten Alexander Povetkin an. Der Kampf soll am 27. August in der Erfurter Messehalle ausgetragen werden, teilte der Berliner Sauerland-Stall mit.

Klitschko wird seit seinem Sieg über den Briten David Haye Anfang Juli als Superchampion der WBA geführt. Der einfache WM-Titel ist deshalb für vakant erklärt worden. Ein Superchampion-Titel wird vergeben, wenn ein Weltmeister Titel mehrerer Verbände hält. Dadurch wird der reguläre Weltmeistertitel wieder frei. Die Verbände argumentieren damit, dass ein Weltmeister mehrerer Verbände den einzelnen Titelverteidigungen gar nicht nachkommen kann.

Nartz: "Da blickt kein Mensch mehr durch"

Hinter der "Gürtel-Inflation" steht allerdings das Interesse der Verbände, möglichst viele Gebühren zu kassieren. Für einen Weltmeisterschaftskampf kassieren die Verbände eine "Sactionfee", also eine Gebühr. Manche Verbände führen einen Weltmeister, einen Superchampion und einen Interimsweltmeister. Damit kann es in einer Gewichtsklasse bei vier maßgeblichen Verbänden (WBA, WBC, IBF, WBO) durchaus zu sechs (!) Weltmeistern kommen. Nur graue Chaostheorie? Nein, denn...

...die WBA führt tatsächlich derzeit drei Weltmeister im Mittelgewicht. Superchamp Felix Sturm, Weltmeister Gennady Golovkin und Interims-Weltmeister Hassan N'Dam N'Jikam. Der Titelwirrwarr der Weltverbände löst seit Jahren Unverständnis aus. "Bei diesem Gewurstel blickt kein Mensch mehr durch. Das ist Geldmacherei", sagte Jean-Marcel Nartz, Vorstandsmitglied des europäischen Verbandes EBU.

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