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Nach Kritik an Russland-Aussagen Dieter Bohlen bezieht Stellung: "Ich bin absolut gegen Krieg"

Dieter Bohlen hält ein Mikrofon in der Hand
"Ich wünsche mir nichts mehr, als dass dieser Angriffskrieg endet", sagte Dieter Bohlen RTL
© Philipp Mertens/Geisler-Fotopres
Dieter Bohlen ist für Äußerungen zu den Russland-Sanktionen in die Kritik geraten. Jetzt hat der Chef-Juror von "Deutschland sucht den Superstar" Stellung bezogen: Er sei absolut gegen Krieg. 

Auf der Gründer- und Unternehmerkonferenz "Founder Summit 2022" im August hat sich Dieter Bohlen politisch geäußert. Er lästerte über die Grünen. Und er äußerte sich zum Ukraine-Krieg (der stern berichtete). Über die Sanktionen gegen Russland sagte der Chef-Juror von "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS): "Wenn die diese Sanktionen nicht gemacht hätten und man hätte sich vernünftig an einen Tisch gesetzt, dann bräuchten die Leute diesen ganzen Firlefanz nicht machen. Jetzt müssen wir frieren." Über den Angriffskrieg und die Verantwortung dafür verlor Bohlen kein Wort. 

Das brachte ihm ordentlich Kritik ein – auch von prominenter politischer Stelle. Wladimir Klitschko fragte bei Twitter: "Ist Dir, Dieter Bohlen, es egal, wenn bei uns Menschen sterben? Ist Dir egal, dass Putin unser Land mit Raketen zerstören will? Ist Dir egal, dass wir einen Genozid gegen alles Ukrainische erleben?"

Zuspruch von der AfD für Dieter Bohlen 

Auch SPD-Chefin Saskia Esken fand bei Twitter deutliche Worte für Bohlens Aussagen: "Wie moralisch verkommen muss man sein, für einen billigen Applaus diesen entsetzlichen Krieg auszublenden, die Angst und das Leid und den Tod, die er verursacht? Und sich über das Frieren 'und all den Firlefanz' zu beklagen, das ihn als Superreichen doch ohnehin nicht trifft?"

Zuspruch erfuhr Dieter Bohlen hingegen von der AfD. Er vertrete den Standpunkt der AfD schrieb Bundessprecher Tino Chrupalla bei Twitter. 

Dieter Bohlen: "Ich möchte, dass die Lage deeskaliert"

Jetzt hat Dieter Bohlen Stellung bezogen. RTL sagte er: "Ich wünsche mir nichts mehr, als dass dieser Angriffskrieg endet, damit das Leiden in der Ukraine ein Ende hat und wir alle wieder in Frieden leben können. Ich bin absolut gegen Krieg. Ich möchte, dass die Lage deeskaliert." Ihm deshalb eine politische Richtung zu unterstellen, sei falsch. 

Auch der Sender, der "DSDS" ausstrahlt, hat sich geäußert und verweist auf seine zahlreichen Formate, in denen er seit Februar über den Krieg berichtet. "Das Sterben in der Ukraine kann niemandem egal sein." Unabhängige Informationen und engagierte Hilfe – dafür stehe RTL Deutschland in dieser Zeit eines furchtbaren Krieges. 

Quellen: RTL, Twitter (I), Twitter (II), Twitter (III)

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