Ein Streit um den Helm von Skeletonpilot Wladislaw Heraskewytsch ist beendet. Der Ukrainer darf nicht starten. Alles Wichtige im stern-Newsblog.
Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte.
Olympische Winterspiele 2026: So viele Entscheidungen wie nie zuvor
Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.
Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Thomas Krause
Im Super G der Frauen in Cortina d'Ampezzo ist die deutsche Medaillenhoffnung Emma Aicher ausgeschieden.
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Thomas Krause
IOC-Sprecher Mark Adams sagt, die Ad-hoc-Kommission des Cas bei den Winterspielen könne jederzeit kurzfristig zusammentreten, wenn Heraskewytsch offiziell Einspruch einlegen sollte. „Ihre Aufgabe ist es, sehr zeitnah Abhilfe zu schaffen“, sagt Adams. Ob Heraskewytsch nachträglich noch im Skeleton-Wettbewerb starten könnte, sollte er von den Sportrichtern Recht bekommen, sei eine Sache des zuständigen Weltverbands. Am späten Vormittag lief bereits der zweite von vier Durchgängen im Skeleton-Wettbewerb.
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Thomas Krause
Snowboarderin gibt Entwarnung
Bei ihrem heftigen Sturz in der Halfpipe-Qualifikation hat sich Snowboarderin Liu Jiayu keine schweren Verletzungen zugezogen. Untersuchungen ergaben keine Wirbelsäulenanomalien, wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur „Xinhua“ berichtet. Die 33-Jährige sei bei Bewusstsein, werde aber behandelt.
Sie selbst erklärt via Social Media: „Danke euch allen für die Anteilnahme, eben sind die Untersuchungen im Krankenhaus zu Ende gegangen, es gibt keine Probleme, alles gut.“
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Thomas Krause
Heraskewytsch zieht vor den CAS
Skeleton-Pilot Wladislaw Heraskewytsch will seinen Ausschluss von den Olympischen Winterspielen anfechten. Wie der 27-Jährige im Interview des ZDF ankündigt, will er vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas ziehen. „Wir werden einen Fall für das Cas vorbereiten“, sagt Heraskewytsch.
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Thomas Krause
Biathlet Justus Strelow bekommt seinen ersten Einsatz in einem Einzelrennen. Der 29 Jahre alte Sachse gehört zum vierköpfigen deutschen Aufgebot für den Sprint am Freitag (14.00 Uhr) in Antholz. Im Einzel über 20 Kilometer war er am Dienstag nicht zum Einsatz gekommen.
Außerdem treten über zehn Kilometer der Einzel-Fünfte Philipp Nawrath, Philipp Horn und David Zobel an. Lucas Fratzscher, der im Einzel 23. wurde, muss pausieren.
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Thomas Krause
IOC schließt Ukrainer Heraskewytsch wegen Helm aus
Im Streit um den Helm von Skeletonpilot Wladislaw Heraskewytsch – der Ukrainer trägt Bilder im Krieg getöteter Sportler auf seinem Kopfschutz – spricht das Internationale Olympische Komitee (IOC) ein Machtwort. Der Ukrainer ist nun vom olympischen Skeleton-Wettbewerb ausgeschlossen. Eine Jury des Weltverbands IBSF hat diese Entscheidung gefällt. Zudem habe man dem Athleten die Akkreditierung für die Winterspiele entzogen, teilt das Internationale Olympische Komitee mit.
Der 27-Jährige wollte nicht auf das Tragen des vom IOC verbotenen Helmes verzichten und durfte daher auf der Bahn in Cortina d'Ampezzo nicht zum ersten Durchgang an den Start gehen. Das IOC hatte zuvor entschieden, dass der Helm gegen das Neutralitätsgebot der Olympischen Charta verstößt.
„Es ist schwer, etwas zu sagen oder es in Worte zu fassen. Es ist Leere“, sagt Heraskewytsch. Die Entscheidung sei ein riesiger Fehler. „Ich glaube, dass ich keine Regeln verletzt habe“, beteuert er und kündigt einen Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas an.
Der 27-Jährige wollte nicht auf das Tragen des vom IOC verbotenen Helmes verzichten und durfte daher auf der Bahn in Cortina d'Ampezzo nicht zum ersten Durchgang an den Start gehen. Das IOC hatte zuvor entschieden, dass der Helm gegen das Neutralitätsgebot der Olympischen Charta verstößt.
„Es ist schwer, etwas zu sagen oder es in Worte zu fassen. Es ist Leere“, sagt Heraskewytsch. Die Entscheidung sei ein riesiger Fehler. „Ich glaube, dass ich keine Regeln verletzt habe“, beteuert er und kündigt einen Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas an.
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Rune Weichert
Die deutschen Curling-Männer starten mit einer hauchdünnen Niederlage ins Olympia-Turnier. Die Auswahl um Kapitän Marc Muskatewitz verliert gegen den Weltranglistenzweiten und Medaillenkandidaten Kanada dramatisch mit 6:7. Die Entscheidung fällt erst im Extra-End. Mitunter schmerzhaft ist die Partie in Cortina d'Ampezzo für Johannes Scheuerl. Der 23-Jährige wischt sich die Finger wund und wird zwischenzeitlich an der blutenden rechten Hand behandelt.
Nächster Gegner des Teams von Bundestrainer Uli Kapp ist am Donnerstag Norwegen. Insgesamt zehn Mannschaften kämpfen in Norditalien um die Medaillen. Die besten vier Teams der Vorrunde, in der jeder gegen jeden antritt, erreichen das Halbfinale. Die deutschen Männer hatten sich mit Platz acht bei der WM 2025 erstmals seit zwölf Jahren wieder für Winterspiele qualifiziert. Die Frauen verpassten die Olympia-Teilnahme.
Nächster Gegner des Teams von Bundestrainer Uli Kapp ist am Donnerstag Norwegen. Insgesamt zehn Mannschaften kämpfen in Norditalien um die Medaillen. Die besten vier Teams der Vorrunde, in der jeder gegen jeden antritt, erreichen das Halbfinale. Die deutschen Männer hatten sich mit Platz acht bei der WM 2025 erstmals seit zwölf Jahren wieder für Winterspiele qualifiziert. Die Frauen verpassten die Olympia-Teilnahme.
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Rune Weichert
Auch das olympische Männer-Finale in der Halfpipe findet ohne deutsche Beteiligung statt. Am Mittwochabend scheitert Christoph Lechner in der Qualifikation deutlich, nach Stürzen in beiden Läufen landet er als 24. ganz unten im Klassement. Am Mittag hatten in Livigno bereits die deutschen Frauen Leilani Ettel (13.), ihre Schwester Kona (18.) und Anne Hedrich (19.) das Finale verpasst. Nur die jeweils besten zwölf dürfen am Donnerstag bei den Frauen und am Freitag bei den Männern um die Medaillen kämpfen.
Auch Lechners Bruder Florian (20) versucht sich am Abend in der Qualifikation – allerdings nicht unter deutscher Flagge. Der jüngere der beiden Lechners startet für Österreich, er verpasst das Finale auf Platz 21.
Auch Lechners Bruder Florian (20) versucht sich am Abend in der Qualifikation – allerdings nicht unter deutscher Flagge. Der jüngere der beiden Lechners startet für Österreich, er verpasst das Finale auf Platz 21.
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Rune Weichert
Rodeln: Bronze für Wendl und Arlt im Doppelsitzer
Die Rennrodler Tobias Wendl und Tobias Arlt gewinnen in Cortina d'Ampezzo die Bronzemedaille. Die sechsmaligen Olympiasieger rasen bei den Winterspielen nach zwei Läufen im Cortina Sliding Centre auf Rang drei und müssen sich nur den neuen Olympiasiegern Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner aus Italien sowie Thomas Steu und Wolfgang Kindl aus Österreich geschlagen geben.
Nach den Goldmedaillen für Max Langenhan und Julia Taubitz sowie Silber für Dajana Eitberger und Magdalena Matschina im Doppelsitzer ist es für das deutsche Rodel-Team in Norditalien die vierte Medaille.
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Rune Weichert
Eisschnelllauf-Hoffnung Finn Sonnekalb verpasst deutlich eine Medaille bei seinem Olympia-Debüt. Der 18-Jährige muss sich bei den Winterspielen in Italien über die 1000 Meter in 1:08,80 Minuten mit einem enttäuschenden zwölften Platz begnügen. Gold holt dank eines fulminanten Schlussspurts US-Star Jordan Stolz mit einer olympischen Rekordzeit von 1:06,28 Minuten. Zweiter wird der Niederländer Jenning De Boo vor Zhongyan Ning aus China.
Moritz Klein belegt als zweitbester Deutscher den 15. Rang, Hendrik Dombek landet einen Platz dahinter.
Deutschland wartet somit weiter auf das erste Olympia-Edelmetall im Eisschnelllaufen seit 2010. Der bislang letzte Mann, der eine Medaille gewann, war Jens Boden 2002 in Salt Lake City mit Bronze über die 5000 Meter.
Eine weitere Chance, diese Durststrecke zu beenden, hat Sonnekalb noch: Am 19. Februar geht der jüngste deutsche Athlet dieser Spiele über seine Paradestrecke 1500 Meter an den Start.
Moritz Klein belegt als zweitbester Deutscher den 15. Rang, Hendrik Dombek landet einen Platz dahinter.
Deutschland wartet somit weiter auf das erste Olympia-Edelmetall im Eisschnelllaufen seit 2010. Der bislang letzte Mann, der eine Medaille gewann, war Jens Boden 2002 in Salt Lake City mit Bronze über die 5000 Meter.
Eine weitere Chance, diese Durststrecke zu beenden, hat Sonnekalb noch: Am 19. Februar geht der jüngste deutsche Athlet dieser Spiele über seine Paradestrecke 1500 Meter an den Start.
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Tim Schulze
Lindsey Vonn erneut operiert: „Mache Fortschritte“
Ski-Star Lindsey Vonn ist nach ihrem schweren Sturz bei den Winterspielen in Italien ein weiteres Mal operiert worden. Zu einem Bild aus dem Krankenhaus-Bett schreibt die 41-Jährige drei Tage nach dem Unfall in der Olympia-Abfahrt bei Instagram: „Ich hatte heute meine dritte Operation und sie war erfolgreich. Erfolg hat heute eine völlig andere Bedeutung als vor wenigen Tagen.“ Vonn hat sich bei ihrem heftigen Crash eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen.
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Tim Schulze
Silber für deutsche Rodlerinnen
Die Rennrodlerinnen Dajana Eitberger und Magdalena Matschina gewinnen bei der olympischen Premiere im Frauen-Doppelsitzer die Silbermedaille. Das Duo rast bei den Winterspielen nach zwei Läufen im Cortina Sliding Centre auf Rang zwei und muss sich nur den neuen Olympiasiegerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer aus Italien geschlagen geben. Bronze sichern sich Selina Egle und Lara Kipp aus Österreich.
Nach den Goldmedaillen für Max Langenhan und Julia Taubitz ist es für das deutsche Rodel-Team in Norditalien die dritte Medaille.
Nach den Goldmedaillen für Max Langenhan und Julia Taubitz ist es für das deutsche Rodel-Team in Norditalien die dritte Medaille.
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Tim Schulze
Der Konflikt zwischen dem ukrainischen Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) spitzt sich zu und könnte beim Rennen am Donnerstag eskalieren. Während das IOC auf seiner Position beharrt, Heraskewytschs Helm mit den Bildern getöteter Sportler verstoße gegen die Richtlinien, sieht das der 27-Jährige anders. "Das IOC hat die Situation um den 'Helm des Gedenkens' zu einem absurden Theaterstück gemacht", sagt Heraskewytsch am Mittwochmittag.
In einem weiteren Video am Abend spricht er von "Doppelmoral" des IOC und verweist auf einen israelischen Sportler, der bei der Eröffnungsfeier am vergangenen Freitag eine Kippa getragen habe, auf der die Namen der elf israelischen Athleten und Trainer standen, die 1972 bei den Olympischen Spielen in München von Terroristen getötet wurden. Er "verstehe ehrlich gesagt nicht, worin der grundlegende Unterschied" zwischen diesem und seinem Fall bestehe, so Heraskewytsch.
In einem weiteren Video am Abend spricht er von "Doppelmoral" des IOC und verweist auf einen israelischen Sportler, der bei der Eröffnungsfeier am vergangenen Freitag eine Kippa getragen habe, auf der die Namen der elf israelischen Athleten und Trainer standen, die 1972 bei den Olympischen Spielen in München von Terroristen getötet wurden. Er "verstehe ehrlich gesagt nicht, worin der grundlegende Unterschied" zwischen diesem und seinem Fall bestehe, so Heraskewytsch.
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Tim Schulze
Den deutschen Rennrodlern Tobias Wendl und Tobias Arlt droht bei den Olympischen Spielen eine herbe Enttäuschung. Das seit 2014 bei Olympia ungeschlagene Doppelsitzer-Duo aus Bayern liegt in Cortina d'Ampezzo nach dem ersten Lauf nur auf Rang fünf. Der Rückstand auf die überraschend führenden US-Amerikaner Marcus Mueller und Ansel Haugsjaa beträgt 0,101 Sekunden. Rekordweltmeister Toni Eggert und Florian Müller lauern auf Rang vier (+0,097).
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Tim Schulze
Gibt es die nächste Medaille bei den Rodlern? Im Doppelsitzerder Frauen liegt das Duo Dajan Eitberger und Magdalena Matschina auf dem zweiten Rang. Das sieht vielversprechend aus. Das mit Startnummer sechs ins Rennen gegangene Duo verlor nach einer Bandenberührung oben am Start kostbare Zeit, wusste aber im unteren Bereich zu überzeugen. So liegen die 35 Jahre alte Eitberger vom RC Ilmenau und die 15 Jahre jüngere Partnerin Matschina vom SV Bad Feilnbach nur 0,022 Sekunden hinter den führenden Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer. Dritte vor dem abschließenden zweiten Lauf sind die im Weltcup führenden Weltmeisterinnen Selina Egle und Lara Kipp aus Österreich. Das Duo leistete sich eine Bandenberührung, konnte den Schlitten aber abfangen.
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DPA · AFP · Reuters · SID