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Carlos Burle: Monsterwellen-Surfer in der Kritik

Carlos Burle hat vor Nazaré in Portugal einen neuen Weltrekord im Monsterwellensurfen aufgestellt, dachten alle. Aber es gibt Zweifel. Burle steht auch wegen einer Fast-Tragödie in der Kritik.

Es könnte alles so schön sein für Carlos Burle. So perfekt. Ist es aber nicht. Der Brasilianer nutzte Anfang der Woche die Auswirkungen von Orkantief "Christian" und surfte im berüchtigten Big-Wave Revier Nazaré in Portugal die Welle seines Lebens ab. Beobachter schätzten sie auf mindestens 30 Meter. So hoch wie zwei Häuser. Burle ließ sich danach an diesem unwirklichen Surfspot an der Atlantikküste feiern. Auch für einen vermeintlichen Weltrekordversuch. Wie sich jetzt herausgestellt hat, ist es aber längst nicht sicher, ob es der Big-Wave-Surfer wirklich gepackt hat.

Derzeit diskutiert die Surfszene noch darüber - und wertet mit den Experten von der Guinness-Jury Bilder und Videos aus. Auf dem Video ist zu erkennen, dass Burle die Welle zunächst absurft. Zum Ende, auch wenn es in dem Filmchen nicht ganz eindeutig erscheint, stürzt er aber doch vom Bord in die Wellen. Surfer nennen das Wipeout. Schafft man die Welle nicht ganz bis zum Schluss, ist es auch kein Weltrekord.

"Maya wäre fast gestorben"

Surflegende Laird Hamilton sieht die ganze Sache kritisch. "Um einen Weltrekord aufzustellen, muss man die Fahrt auf der Welle schaffen, und ich glaube, das hat Carlos nicht getan", sagte Hamilton zu CNN. Burle behaupte vielleicht, er habe die größte Welle aller Zeiten geritten. "Ich dagegen würde sagen, er hatte höchstens einen Wipeout auf der größten Welle, die je jemand geritten ist." Hamilton, 49, weiß wovon er spricht, gilt er doch als Miterfinder des Tow-in surfings, einer Technik, bei der Surfer mit Hilfe von Jet-Skis und Leinen in die Big Waves gezogen werden. Seine Worte haben in der Szene auch deshalb große Bedeutung.

Aber es sind nicht nur die Zweifel an Burles Weltrekord, die dem 35-Jährigen zu schaffen machen. Da ist auch noch der Unfall von Maya Gabeira, der kurz vor Burles Monsterwellenritt passierte. Die 26-jährige Extremsurferin, viele sagen die beste der Welt, war bei einem Versuch, eine Riesenwelle zu reiten, beinahe ertrunken. Burle gab zu: "Maya wäre fast gestorben." Er selbst war es, der sie per Jet-Ski rettete und schließlich aus dem Wasser zog.

"Voller Adrenalin"

Burle gilt als Mentor seiner Landsfrau Gabeira. Die hat sich auf Hawaii von Burle immer wieder in die Wellen ziehen lassen und auf seine Tipps gehört. Nun werfen Surfer dem Brasilianer vor, in Nazaré fahrlässig gehandelt zu haben. "Ich glaube, es wäre an Carlos gewesen, auf sie aufzupassen. Er hat einfach Glück gehabt, dass sie nicht ertrunken ist", sagt zum Beispiel Laird Hamilton.

Und auch mit seinen eigenen Äußerungen zur Fast-Katastrophe hat sich Burle nicht eben beliebter gemacht. "Für mich war es ein Moment voller Adrenalin, als ich aufs Wasser zurückkehrte, nach allem, was zuvor passiert war", meinte er.

kbe
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