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Leichtathletik-WM in Peking: Siebenkämpferin weint bitterlich um toten Freund

Die deutsche Siebenkämpferin Carolin Schäfer brach bei der Leichtathletik-WM mitten im Stadion in Tränen aus. Grund dafür war aber nicht, dass sie gerade beim Weitsprung ausgeschieden war.

Carolin Schäfer: "Noch nie so einsam gefühlt".

Carolin Schäfer bei der Leichtathletik-WM:  "Noch nie so einsam gefühlt."

Da saß sie nun alleine in diesem riesigen Stadion und weinte. Siebenkämpferin Carolin Schäfer hatte die Arme um ihre Knie geschlungen und kauerte so an einer Werbebande im Pekinger "Vogelnest". Gerade war sie nach drei ungültigen Versuchen im Weitsprung ausgeschieden und musste ihre Medaillen-Hoffnungen bei der Leichtathletik-WM fahren lassen. Doch nicht nur deswegen weinte Schäfer.

Sie weinte auch um ihren toten Freund, den Volleyballer Dennis Hefter, der im Februar beim Überqueren von Gleisen von einem Zug erfasst worden war. "Obwohl das Stadion voll besetzt war, habe ich mich noch nie so einsam gefühlt. Das große Ganze fällt mir in diesem Jahr einfach schwer", sagte Schäfer in der ARD. "Was mich mit ihm verbunden hat, ist das Stadion, das ist mir hier noch mal so bewusst geworden. Das ist etwas, das ich vor der WM nicht abschätzen konnte."

Im Speerwurf trat Schäfer noch an. Im 800-Meter-Lauf dann nicht mehr.

Das Video zu Carolin Schäfer finden Sie hier in der ARD Mediathek.

tkr
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