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Doping-Verdacht gegen Gegner: Felix Sturm will um WM kämpfen

Felix Sturm will trotz seiner Niederlage gegen Sam Soliman im Herausforderer-Kampf um die WM boxen. Die A-Dopingprobe seines Gegners war positiv.

Profiboxer Felix Sturm hofft auf einen neuen WM-Kampf schon im Sommer. Sein Manager Roland Bebak bestätigte am Sonntag einen Bericht der Kölner Zeitung "Express" (Sonntag), wonach Sturms letzter Gegner Sam Soliman aus Australien unter Dopingverdacht steht. "Die A-Probe war positiv. Die B-Probe wird demnächst geöffnet", sagte Bebak. Sturm hatte vor einem Monat den WM-Ausscheid im Mittelgewicht gegen den 39-jährigen Soliman einstimmig nach Punkten verloren.

Sollte Soliman gesperrt werden, will Sturm IBF-Weltmeister Daniel Geal im Juli herausfordern. "Wir gehen nicht davon aus, dass wir einen weiteren Ausscheid bestreiten müssen. Wir wollen gleich gegen Geal antreten", sagte Bebak. "Das entscheidet jetzt die IBF." Gegen Geal hatte Sturm im vergangenen September seinen WM-Titel verloren.

Bebak nimmt dem Soliman-Lager übel, dass sie von Sturm drei Dopingtests vor dem Kampf verlangt hatten und sich als Saubermänner präsentierten. "Und jetzt das. Eine Katastrophe", meinte der Sturm-Manager. Schon im Schwergewichtskampf von Weltmeister Wladimir Klitschko gegen den Polen Mariusz Wach im vergangenen November hatte es einen Dopingfall gegeben. Wach war nach seiner Niederlage der Einnahme verbotener Substanzen überführt worden.

Sam Soliman hat die Vorwürfe gegen ihn scharf zurückgewiesen. "Die Behauptungen sind völliger Unsinn und eine Beleidigung für mich. Wer mich kennt, weiß um meine Ansichten", twitterte der Boxer. Er habe die Angelegenheit seinen Anwälten übergeben und werde sich dazu nicht weiter äußern. "Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um Sams Ruf zu schützen", sagte Manager David Stanley der australischen Nachrichtenagentur AAP.

tis/DPA / DPA
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