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Drachenboot-WM: Deutsche errangen vierten Platz

Bei der fünften Drachenboot-Weltmeisterschaft hat die deutsche Mannschaft den vierten Platz erreicht. Platz eins sicherte sich Gastgeber China, das Ursprungsland der Drachenboote.

Die Deutschen gewannen eine Gold-, vier Silber- und fünf Bronze- Medaillen. Die Chinesen lagen mit elf Mal Gold, zwei Mal Silber und drei Mal Bronze unangefochten vorn. Platz zwei eroberte Russland, Kanada landete auf Rang drei.

Fast 2000 Sportler waren zu den Rennen in den fast 13 Meter langen, mit bis zu 20 Paddlern besetzten Booten angereist. In den vergangenen Jahren hatte Deutschland noch einen der ersten drei Plätze erreicht. "Es waren harte und enge Wettkämpfe", sagte die Präsidentin des deutschen Drachenbootverbandes (DDV), Gitta Weberi, am Sonntag nach Abschluss der spektakulären Rennen mit den Booten, deren Bug ein großer Drachenkopf ziert. Angefeuert durch einen Taktgeber mit Trommel beschleunigen die Paddler nach Angaben des DDV ihr Gefährt während der Start-, Renn- und Schlussphase auf bis zu 20 Stundenkilometer.

Trendsport Drachenboot-Rennen

Drachenboot-Rennen gehören zu den am schnellsten wachsenden Sportarten der Welt. In Deutschland erlebte der Sport in den 90er Jahren einen Boom. In Schanghai stellten die Deutschen das größte Teilnehmerkontingent und hatten sogar ein Boot mehr als China. Die nächste Weltmeisterschaft wird im August 2005 in Berlin ausgetragen.

Der rituelle Sport erinnert an den chinesischen Dichter Qu Yuan, der sich vor mehr als 2000 Jahren aus Verzweiflung gegen seine Verbannung durch den Kaiser in einen Fluss gestürzt hat. Fischer versuchten mit ihren Booten, den Dichter aus den Fluten zu retten, und trommelten, um gefährliche Fische zu vertreiben. Die vergebliche Rettungsaktion wurde danach immer wieder zelebriert und die Boote mit einem Drachenkopf verziert, weil der Drache in China Glück verheißt.

DPA

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