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Eishockey: Eisbären gewinnt zum Auftakt

Die Eisbären Berlin gaben gleich zu Saisonbeginn den Ton an - im Gegensatz zur Titel-Konkurrenz feierten sie einen souveränen Sieg. Wolfsburg quälte sich dagegen zum Erfolg, während Mannheim und Köln Auftaktniederlagen erlitten.

Mit einem 5:2 (0:0, 3:0, 2:2) gegen die Nürnberg Ice Tigers sind die Eisbären Berlin glänzend in die neue Saison gestartet und somit einen erfolgreichen Beginn der geplanten Titelverteidigung verzeichnet.

148 Tage nach dem Gewinn des fünften Titels machten die Eisbären da weiter, wo sie in der vorigen Finalserie gegen Wolfsburg aufgehört hatten. Den Gästen aus Franken ließ das Team von Trainer Don Jackson keine Chance und untermauerte mit einem fulminanten zweiten Drittel eindrucksvoll seine Ambitionen.

Gleich im ersten Pflichtspiel trafen die Neuzugänge Darin Olver und Barry Tallackson, die anderen Tore erzielten Laurin Braun, Florian Busch und André Rankel. Für die klar unterlegenen Nürnberger trafen Shane Joseph und Sven Butenschön.

Wolfsburg tat sich schwer

Vizemeister Wolfsburg Grizzly Adams feierte einen härter erkämpften 2:0-Erfolg über die Straubing Tigers. 

Das erste Tor der neuen Saison fiel in Wolfsburg und ging auf das Konto des erst 20 Jahre alten DEL-Neulings Vincenz Mayer, der in der vergangenen Saison noch in Passau in der Oberliga gespielt hatte. Vor der ernüchternden Kulisse von nur 1811 Zuschauern hielten die Gäste von Coach Dan Ratushny tapfer dagegen, scheiterten aber im Abschluss.

Krupp-Debüt geht daneben

Mit einer Pleite startete Köln um Uwe Krupp in die 18. DEL-Saison, die Haie zogen trotz Führung gegen den ERC Ingolstadt mit 1:2 den Kürzeren. Das mit Spannung erwartete und von 10.431 Zuschauern in der Halle verfolgte Debüt von Ex-Bundestrainer Krupp an der Kölner Bande ging in die Hose. Zwar gingen die Rheinländer durch Tino Boos in Front - die Vorlage kam von Krupps Sohn Björn bei dessen erstem DEL-Auftritt - doch Jared Ross und Kristopher Sparre drehten das Match.

Freezers schlagen Adler

Die als schärfste Rivalen von Favorit Berlin gehandelten Adler Mannheim mussten den ersten Rückschlag in Hamburg hinnehmen und verloren bei den Freezers mit 2:4. In einer dynamischen Partie auf Augenhöhe hatten die Hanseaten, die in den Vorjahren regelmäßig enttäuschten, das bessere Ende für sich.

Garrett Festerling (14:38) und David Wolf (25:35) hatten zunächst die Führung für die Freezers besorgt, die Ronny Arendt (26:20) für die Adler allerdings verkürzen konnte. Der Hamburger Colin Murphy (33:12) und Christopher Lee auf Seiten der Mannheimer (33:37) sorgten im torreichen zweiten Drittel für weitere Treffer. Für die endgültige Entscheidung zeichnete schließlich Murphy mit einem Empty Netter (59:27) verantwortlich.

Roosters gewinnen auswärts

Auch die Iserlohn Roosters gehörten jahrelang zu den DEL-Kellerkindern - in dieser Saison soll sich das dank namhafter Verstärkungen ändern. Der Start glückte: Colton Fretter (25:12) und Derek Peltier (47:49) sorgten für das 2:1 bei den Hannover Scorpions, die kurz vor der ersten Pause durch Tommy Hannus (19:41) in Führung gegangen waren.

Auch in Bayern gab es Grund zum Jubeln: Der EHC München gewann in Krefeld dank zweier Treffer von Eric Schneider jeweils in Unterzahl mit 4:2, die Augsburger Panther besiegte die DEGMetro Stars nach Verlängerung mit 2:1. Sergio Somma erzielte das entscheidende Tor.

Vor Beginn der Partien war in den Hallen mit einer Schweigeminute der Flugzeug-Tragödie gedacht worden, bei der das gesamte russische Team von Lokomotive Jaroslawl und Nationalspieler Robert Dietrich ums Leben gekommen waren. Zudem liefen die DEL-Profis in Trauerflor auf.

sportal.de / sportal

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