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Erik Zabel: "Kein Platz für mich bei T-Mobile"

Erik Zabel durfte nicht bei der diesjährigen Tour de France starten. Obwohl er frustriert ist, kann er die Entscheidung des T-Mobile-Teams verstehen. Jetzt will 35-Jährige sein angeknackstes Ego auf Vordermann bringen.

"Die alleinige Ausrichtung auf Jan ist wahrscheinlich die richtige Entscheidung. Es gibt nun mal in Deutschland einen Fahrer, der alle anderen in den Schatten stellt, und der heißt Jan Ullrich. Nur muss ich daraus die Konsequenzen ziehen und an meine eigenen sportlichen Perspektiven denken", sagte Zabel der Zeitung "Sport-Bild". Sein Fazit: Als künftig alleiniger Kapitän brauche Ullrich vom Team "umso größere Unterstützung. Für einen Sprinter wie mich ist da kein Platz".

Seine Nicht-Nominierung für die Frankreich-Rundfahrt durch den Bonner T-Mobile-Rennstall sei zwar "nicht ausschlaggebend" gewesen für den Wechsel zu einem von ihm noch nicht genannten Rennstall. Doch der Stachel der Enttäuschung über die Nicht-Berücksichtigung sitze "sehr tief". Zabel: "Die Tour de France ist nun mal das Größte. Da zuschauen zu müssen, tut weh. Ich war heilfroh, als sie vorbei war."

Das Pro-Tour Rennen in Hamburg, die HEW-Cyclassics, am Sonntag habe er "so richtig genossen", sagte Zabel."Endlich waren da wieder die vielen Zuschauer, die tolle Atmosphäre, die besten Fahrer der Welt. Endlich habe ich mich wieder wie ein vollwertiger Radprofi gefühlt", bekannte der Sprintstar aus Unna. Er habe in seiner Karriere beim neuen Rennstall "noch viel vor", sagte der 35-Jährige.

DPA / DPA
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