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Golf: Webb Simpson triumphiert beim Deutsche Bank Championship

Erst Keegan Bradley, nun Webb Simpson – die US-Fans freuen sich über eine neue Golf-Generation, die im Eiltempo in die Weltspitze drängt. Simpson feierte bei der Deutsche Bank Championship bereits seinen zweiten Sieg innerhalb von drei Wochen.

Webb Simpson hat das zweite Turnier der FedEx-Cup-Playoffs, die Deutsche Bank Championship, gewonnen und sich damit im Kampf um den Jackpot in Höhe von zehn Millionen Dollar an die Spitze der Gesamtwertung gesetzt. Auf dem TPC in Boston setzte sich der Amerikaner im Stechen gegen seinen Landsmann Chez Reavie am zweiten Extra-Loch durch.

Simpson ist nach Majorsieger Keegan Bradley der zweite junge Amerikaner, der binnen weniger Wochen für Schlagzeilen sorgt und wie Dustin Johnson oder Rickie Fowler zur Garde der jungen US-Golfer zählt, die in den nächsten Jahren eine dominierende Rolle auf der Tour übernehmen könnte. In der Weltrangliste verbesserte er sich auf den 14. Rang. 

Simpson erstaunlich konstant 

Der 26-jährige Simpson hat bereits eine bärenstarke Saison hinter sich, die er nun mit zwei Siegen in kurzer Zeit krönen konnte. Seine Konstanz ist beeindruckend: Bei 22 Starts in diesem Jahr landete er 17 Mal unter den besten 25 und neunmal unter den Top-Zehn. Nur mit dem ersten Sieg wollte es lange Zeit nicht klappen, erst bei der Wyndham Championship vor drei Wochen gelang ihm in seinem dritten Jahr auf der Tour der Premieren-Erfolg.

"Ich hätte gedacht, der zweite Sieg auf der Tour würde einem leichter fallen. Aber das war nicht so, es war genauso hart. Vielleicht war ich ein bisschen ruhiger, aber es fühlte sich trotzdem an, als hätte ich vorher noch nie ein Turnier gewonnen“, beschrieb Simpson bei pgatour.com seine Eindrücke.

Simpson nervenstark

Von außen betrachtet sah das ganz anders aus. Nach einem grandiosen Auftakt mit vier Birdies und einem Eagle auf den ersten neun Löchern, musste Simpson auf der schweren Back Nine darum kämpfen, seinen Score zu halten. Er löste das eindrucksvoll. Auf sieben der letzten acht Grüns benötigte er jeweils nur einen Putt und rettete mit einer Ausnahme dabei stets das Par. Die Ausnahme war die 18. Spielbahn, auf der er aus rund neun Metern zum Birdie einlochte und eine 65er Runde perfekt machte.

Damit brachte sich Simpson in Position für ein mögliches Stechen, allerdings war er abhängig vom Ergebnis von Chez Reavie, der drei Flights hinter ihm unterwegs war. Und der war richtig heiß gelaufen. Ausgerechnet auf der schweren zweiten Platzhälfte spielte sich Reavie in einen Rausch.

Reavie verschenkt den Sieg

Mit vier Birdies zwischen Bahn elf und 16 katapultierte er sich an die Spitze und ging mit einem Schlag Vorsprung auf die 18. Eigentlich eine Formsache, denn das Par-5 ist das leichteste Loch auf dem Platz. Wenn aber der Druck, ein Par spielen zu müssen, dazu kommt, dann passieren im Golf die verrücktesten Sachen.

Reavie drosch den Ball mit dem Wedge über das Grün hinaus und verschob anschließend den Par-Putt aus rund drei Metern. Der Sieg war futsch und das Stechen perfekt. Gemeinsam mit Simpson ging es zurück zum Abschlag der 18 und dieses Mal zeigte Reavie, wie es geht.

Drei tolle Schläge ließen ihm ein tap-in zum Birdie und Simpson jede Menge Druck. Aus rund 4,5 Metern versenkte er seinen Birdie-Putt und rettete sich zum zweiten Extra-Loch. Nun wurde die 17, ein Par-4, gespielt und Simpson machte den Sack zu. Mit einem fantastischen Annäherungsschlag erarbeitete er sich eine Birdiechance und aus rund 2,5 Metern lochte er zum Turniersieg ein. Ein sicheres Par nützte Reavie nichts mehr.

Im Kampf um den FedEx Cup-Sieg ist nun Halbzeit. Die besten 70 Spieler im Ranking treten bei der BMW Championship an. Dort werden 40 weitere Spieler aussortiert, sodass nur noch die besten 30 beim Finale, dem The Tour Championship in Atlanta, übrig bleiben. Der Gesamtsieger kassiert den Jackpot in Höhe von zehn Millionen Dollar. Dieses Geld wird übrigens zusätzlich zu den Preisgeldern bei den Turnieren ausgezahlt. Webb Simpson kassierte für seinen Erfolg einen Siegerscheck in Höhe von 1,44 Millionen Dollar.

Lars Ahrens

sportal.de / sportal

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