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Golf: Wells Fargo - McIlroy arbeitet sich vor - Simpson führt

Ob es der Überraschungsbesuch von Mama war, der Rückenwind oder auch ein bisschen Glück, weil der Hintern eines Zuschauers einen verunglückten Ball stoppte - Rory McIlroy rechnet sich nach drei Runden der Wells Fargo Championship Siegchancen aus.

Mit sechs US-Amerikanern in den Top Sieben geht die Wells Fargo Championship in Quail Hollow in den Schlusstag. Webb Simpson (-14) führt knapp vor den geteilten Zweiten Ryan Moore und D.A. Points (-13). Doch dahinter lauert ein Nordire, der den Amis nur zu gerne die Party vermiesen würde. Rory McIlroy, offenbar gepusht vom Überraschungsbesuch seiner Eltern.

Nach der zweiten Runde hatte McIlroy mit seinem Team bei einem gemütlichen Abendessen seinen 23. Geburtstag feiern wollen. Doch im Essensraum traf er unvermittelt auf seine Eltern. "Die haben mich ganz schön überrascht", gestand er auf der Pressekonferenz nach seiner Runde. "Ich kam rein und da saßen sie dort. Sie sind einfach übers Wochenende von zu Hause eingeflogen. Eine ganz tolle Überraschung", erklärte McIlroy.

Eine Überraschung, die ihn auf der Runde offenbar gewaltig anspornte. An vier seiner ersten fünf Löcher spielte er Birdies. Insgesamt blieb er auch dank seiner deutlich längeren Abschläge, die er scherzhaft auf "Rückenwind" zurückführte, achtmal mit einen Schlag unter Par. Wenn er sich nicht zwei Bogeys erlaubt hätte, wäre sogar noch mehr als eine 66er-Runde drin gewesen. "Gerade der Drei-Putt an der 16 war schon etwas enttäuschend", resümierte McIlroy laut pgatour.com.

McIlroy macht neun Plätze gut

Trotzdem freute er sich darüber, dass er ganze neun Plätze gutgemacht hatte und sich auf einmal wieder Siegchancen in Quail Hollow ausrechnen darf. Vor zwei Jahren war ihm an gleicher Stelle sein erster Erfolg auf der US PGA Tour gelungen, als er nach einer 66 am dritten Tag am Schlusstag sogar eine 62 hingelegt hatte.

Am Ende hatte er Phil Mickelson mit vier Schlägen Vorsprung abgehängt. "Ich habe hier gute Erfahrungen gemacht. Hoffentlich kann ich noch ein paar davon sammeln", erklärte er und blickte positiv in Richtung Schlusstag. "Ich denke ich habe noch so eine Runde in mir und freue mich schon drauf, das morgen zu zeigen", kündigte McIlroy an.

Freuen durfte sich an Loch 18 auch ein Zuschauer, der von McIlroy einen signierten Schläger geschenkt bekam. Auch wenn dieses Geschenk mit einigen Schmerzen erkauft wurde. "Ich habe ihn voll in den Hintern getroffen. Dann habe ich einen Schläger genommen, ihn unterschrieben und mich entschuldigt. Aber er hat mir auch geholfen, denn der Ball war auf dem Weg in die Bäume gewesen, als er ihn stoppte. Von da wäre es dann erheblich schwerer geworden."

Malte Asmus 

sportal.de / sportal

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