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Ryder Cup: Das müssen Sie zum größten Golfspektakel der Welt wissen

Europa gegen die USA - der Ryder Cup, das größte Golfspektakel der Welt hat begonnen. Der stern beantwortet die wichtigsten Fragen und sagt, warum die Europäer Favorit sind.

Der 40. Ryder Cup ist an diesem Freitag im schottischen Gleneagles gestartet

Der 40. Ryder Cup ist an diesem Freitag im schottischen Gleneagles gestartet

Europa gegen die USA, der alte gegen den neuen Kontinent. Der Ryder Cup zieht alle zwei Jahre Sportfans in seinen Bann. "Der ganze Kontinent jubelt oder leidet mit dir. Und für uns zählt nur eins: Wir wollen den Titel auf eigenem Boden unbedingt verteidigen", sagte Deutschlands Golfstar Martin Kaymer vor Beginn des 40. Ryder Cups. Der stern beantwortet die wichtigsten Fragen zum großen Golfspektakel.

Worum geht's?

Vereinfacht gesagt: Um das Duell Europa gegen die USA. Worum es nicht geht? Preisgeld. Beim Ryder Cup geht es einzig und allein ums Prestige. Das Duell um die Vorherrschaft im internationalen Golf ist das bedeutendste Turnier des Sports. Die jeweils besten zwölf Spieler aus den USA und Europa treffen im Zwei-Jahres-Rhythmus als wechselnde Gastgeber aufeinander. Dieses Jahr ist der schottische Ort Gleneagles an der Reihe.

Wer sind die Stars?

Rory McIlroy ist der größte Star des Turniers. Der 25-jährige Nordire ist derzeit die Nummer eins der Weltrangliste. McIlroy wird auch der "Celtic Tiger" genannt - Experten sind sich einig: Wenn er sein Potenzial nur annähernd ausspielt, haben alle anderen das Nachsehen. Bei den USA fällt der bekannteste Spieler aus - Tiger Woods hatte bereits im Juli wegen Rückenproblemen abgesagt.

Wer ist Favorit?

Die Europäer! Neben McIlroy spielen bei den Europäern drei Spieler, die in der Weltrangliste unter den Top 10 gelistet sind: der Spanier Sergio Garcia (Nr. 2), der Schwede Henrik Stenson (Nr. 4) und der Engländer Justin Rose (Nr. 6). Dazu kommen der Deutsche Martin Kaymer, der 2011 als zweitjüngster Spieler der Geschichte Weltranglistenerster war, und der Ire Ian Poulter. "Poultsy" ist eine Ryder-Cup-Legende. Kaymer sagt über ihn: "Mr. Ryder Cup! Hat uns in Medinah am Leben gehalten und ist ein unglaublicher Motivator auf und neben dem Platz!"

Wie wird gespielt?

Bei je vier Fourball (Bestball)- und Foursomes-Matches am Freitag sowie Samstag treten jeweils zwei Spieler im Team gegeneinander an. Im Fourball spielt jeder seinen eigenen Ball bis ins Loch. Dabei wird das niedrigste Schlagergebnis als Lochgewinn mit 1:0 für das erfolgreiche Team gewertet - bei Remis mit 0,5:0,5 "geteilt". Das gilt auch für den "Klassischen Vierer" (Foursomes), bei dem die Teamspieler abwechselnd einen gemeinsamen Ball bis ins Loch schlagen.

Auch in den zwölf Einzeln am Sonntag gibt jeder Lochgewinn im Spiel Mann gegen Mann einen Punkt. Liegt der Spieler zum Beispiel nach dem 16. Grün mit drei mehr gewonnenen Löchern vorn, ist das Match nach dem Zählverfahren "3 und 2" (3 Punkte vorn, aber nur noch 2 Löcher zu spielen) vorzeitig beendet. Wird über den Sieg erst am 18. Loch entschieden, lautet die Wertung "1 auf".

Felix Haas mit DPA-Material

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