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Handball: Supercup - Niederlage gegen Dänemark zum Auftakt

Der Anfang kam mit Schwung, das Ende war ernüchternd: Mit einem 26:29 gegen Dänemark hat die deutsche Nationalmannschaft die Auftaktniederlage beim Supercup kassiert und Bundestrainer Martin Heuberger keinen positiven Einstand beschert.

Zum Auftakt des Vier-Nationen-Turniers um den Supercup hat die deutsche Nationalmannschaft eine 26:29 (14:13)-Niederlage gegen Dänemark erlitten und Neu-Bundestrainer Martin Heuberger ein ernüchterndes Debüt beschert. Patrick Groetzki (6) warf vor 4428 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle die meisten Tore für die Auswahl des DHB.

Vorbereitung in aller Ruhe

In der Abgeschiedenheit Brandenburgs hatte sich die deutsche Mannschaft intensiv vorbereitet. Auf Schloss und Gut Liebenberg nördlich von Oranienburg stimmte Bundestrainer Heuberger seine Mannen auf das Turnier ein. "Ich habe dieses Domizil ganz bewusst ausgewählt, weil es wichtig ist, dass wir diese Ruhe finden und uns ganz gezielt und fokussiert auf diese Aufgabe vorbereiten", sagte Heuberger.

Zugleich wollte er damit jegliche Ablenkung ausschließen. "Wenn wir in Berlin im Zentrum gewesen wären, wären vielleicht zu viele Störfaktoren da gewesen, die uns diese Fokussierung nehmen würden", meinte der Schutterwälder, der am 1. Juli den langjährigen Bundestrainer Heiner Brand beerbt hatte.

In dem mondänen Ambiente impfte er seinen Schützlingen seine Maxime ein. "Mir ist wichtig, bei den Jungs das Siegergen, die Siegermentalität zu wecken und ihnen klar und bewusst zu machen, dass wenn sie zur Nationalmannschaft kommen, sie mit vollem Herzen dabei sein müssen", erklärte er.

Dänische Umstellungen bereiten Deutschen Mühe

Entsprechend engagiert startete das Team in die Auftaktpartie des Supercups. In der Abwehr setzte der Bundestrainer zunächst auf eine offensivere Abwehr mit einem vorgezogenen Spieler. Dies zeigte zunächst auch Wirkung. Beginnend vom 1:0 (1.) setzte sich der Gastgeber Tor um Tor ab und hatte beim 10:5 (13.) den größten Vorsprung herausgeworfen. Danach setzte Heuberger sein Vorhaben um, möglichst allen Spielern Einsatzzeiten zu geben.

Dazu stellten die Dänen ihre Abwehr um und die deutsche Mannschaft kam aus dem Tritt. Bis zur Pause schmolz der Vorsprung auf 14:13. "Wir sind noch so ein bisschen in der Orientierungs- und Findungsphase. Da ist es wichtig, dass sich auch unter der großen Belastung jeder zeigen kann", erklärte der Bundestrainer.

Dem Spiel seiner Mannschaft aber taten die Umstellungen nicht gut. Fortan mangelte es an Spielfluss und die Dänen hatten weniger Mühe, den Ball in der Abwehr zu erobern. Nach vier Gegentreffern lag der Gastgeber beim 15:17 (38.) plötzlich mit zwei Toren zurück. Doch kämpfte sich das DHB-Team anschließend wieder mit 20:18 (44.) in Front und bot dem WM-Zweiten ein Duell auf Augenhöhe.

sportal.de / sportal

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