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Handball-WM: Deutschland siegt locker gegen Ägypten

Gelungener Auftakt bei der WM in Schweden: Die deutschen Handballer haben Ägypten ohne Probleme bezwungen. Linksaußen Uwe Gensheimer und eine starke Abwehr waren die Garanten des Erfolgs.

Deutschlands Handballer sind dank einer starken Abwehr und Torjäger Uwe Gensheimer mit dem ersehnten Erfolg in die Weltmeisterschaft in Schweden gestartet. Gegen Ägypten feierte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Freitag in Lund einen 30:25 (15:12)-Arbeitssieg. Vor rund 2000 Zuschauern warf der treffsichere Linksaußen Gensheimer (9) von den Rhein-Neckar Löwen die meisten Tore für den WM-Fünften von 2009, der im 30. Vergleich mit dem Zweiten der Afrikameisterschaft zum 22. Erfolg kam.

Nach einem Ruhetag ist am Sonntag in Kristianstad WM-Neuling Bahrain nächster Gegner für die deutsche Mannschaft. Erst danach folgen mit Ex-Weltmeister Spanien, Titelverteidiger Frankreich und Afrikameister Tunesien die schweren Kaliber.

Stark in der Abwehr


Die deutsche Mannschaft setzte in der ersten Halbzeit ihres Eröffnungsspiels vor allem mit einer starken Abwehr die Akzente. Die Ballgewinne nutzte vor allem der pfeilschnelle Gensheimer zu zahlreichen Kontern. Dies schlug sich aber erst nach dem 4:4 (9.) auch im Ergebnis nieder. Tor um Tor setzte sich der WM-Fünfte auf 11:7 (22.) ab. Die Ägypter, die so manche Härte ins Spiel brachten, hielten jedoch weiter dagegen und verlangten der DHB-Auswahl alles ab. Dennoch reichte es für eine 15:12-Pausenführung.

Auch im zweiten Durchgang gelang es dem Weltmeister von 2007 zunächst nicht, den Widerstand der wendigen Nordafrikaner zu brechen und sich ein komfortables Polster zu erspielen. Erst mit drei Treffern in Serie setzte sich der Favorit mit 21:15 (41.) deutlicher ab. Danach nutzte Brand die Möglichkeit, mit Adrian Pfahl (Gummersbach) und Jacob Heinl (Flensburg-Handewitt) zwei weiteren WM- Debütanten Einsatzzeiten zu geben. Der Sieg geriet trotzdem nicht mehr in Gefahr.

Brand verzichtet freiwillig auf einen Mann


Am Morgen hatte Brand bei der Meldung seines offiziellen Kaders auf Rechtsaußen Patrick Groetzki verzichtet. Somit gehören vorerst nur 15 statt der erlaubten 16 Spieler zum Aufgebot, nachdem der Bundestrainer am Vortag bereits Torhüter Carsten Lichtlein (Lemgo) aus seinem vorläufigen Kader gestrichen hatte. Durch den Verzicht auf das Duo hält sich Brand die Optionen offen, im Verletzungsfall umgehend einen Torwart oder einen Feldspieler ersetzen zu dürfen.

Martin Kloth/DPA / DPA

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