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Henry Maske: "Nie mehr in Boxershorts"

Virgil Hill soll beim Comeback-Kampf von Henry Maske verletzt gewesen sein. Der Amerikaner fordert deshalb eine Revanche. "Gentleman" Maske will aber nicht mehr in den Ring steigen. Er zweifelt die Verletzung "als vorgeschobenen Grund" an.

Henry Maske lehnt den Wunsch von Box-Weltmeister Virgil Hill nach einer Revanche ab. "Man wird mich nicht mehr in Boxershorts sehen", sagte Maske am Mittwochabend in stern.tv. Sein Comeback nach über zehnjähriger Pause, das er am 31. März in München gegen Hill einstimmig nach Punkten gewonnen hatte, sei eine einmalige Sache gewesen. "Ich werde mich nicht überreden lassen: Mir fehlt die Motivation dafür", begründete der 43 Jahre alte Ex-Weltmeister seine ablehnende Haltung.

Selbst finanziellen Verlockungen würde er widerstehen. Schon für das zweite Duell gegen Hill - das erste hatte er 1996 nach Punkten verloren - sei Geld nicht seine Motivation gewesen, meinte Maske. Der in Overath bei Köln lebende Geschäftsmann reagierte auf eine Pressekonferenz, die Hill wenige Stunden zuvor in München gegeben hatte. Darin hatte der ebenfalls 43-jährige Amerikaner erklärt, er sei mit einem Meniskusriss im rechten Knie in den Kampf gegangen.

"Zehn Jahre warten auf erneute Revanche"

"Während des Kampfes hatte ich fortwährend Schmerzen, deshalb habe ich so schlecht geboxt", sagte der WBA-Champion im Cruisergewicht, der sich in München einer Meniskusoperation unterzieht. Nunmehr sei ein erneutes Duell angebracht, meinte Hill und appellierte an Maske: "Ich glaube, er ist ein ehrenhafter Mann und wird darüber nachdenken." Maskes scherzhafte Erwiderung: "Dann muss er zehn Jahre warten auf eine Revanche." Der Schützling von Trainer Manfred Wolke bezweifelt, dass Hill mit Verletzung geboxt habe. "Das ist ein vorgeschobener Grund. Wenn er die Verletzung hatte, wäre er nicht in den Ring gestiegen und hätte den Kampf verschoben", sagte Maske.

DPA/kbe

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