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Klitschkos WM-Kampf: Für Wladimir geht es um alles

Angespannte Ruhe vor dem WM-Kampf gegen Brewster: Wladimir Klitschko kämpft am Sonntag nicht nur um den Titel, sondern auch um seine Karriere.

Wladimir Klitschko schottete sich ab, Interviews waren seit Tagen nicht mehr zu bekommen. Selbst sein sonst so redseliger neuer Cheftrainer Emanuel Steward, mit dem er sich seit vorigen Samstag in Las Vegas aufhält, mied jeden Medienkontakt. Nicht einmal Klitschkos deutscher TV-Haussender ZDF bekam den Faustkämpfer aus dem Hamburger Universum Boxstall seit seiner Ankunft in der Spielermetropole vor die Linse. Erst auf der gestrigen Pressekonferenz bekamen ihn die Medienvertreter zu Gesicht.

Totale Ruhe ist angesagt, damit er sich voll und ganz auf das Duell um die vakante Schwergewichts-Weltmeisterschaft nach WBO-Version am Samstag im Mandalay Bay Casino gegen den Amerikaner Lamon Brewster konzentrieren kann.

Bei Niederlage droht Karriere-Ende

Das ist auch nicht verwunderlich: Für Wladimir Klitschko geht es um alles. Nicht nur dass bei einer Niederlage der "historische Traum" der Klitschko-Brüder platzen würde, als erste Brüder gleichzeitig Weltmeister zu sein.

Auch seine Karriere wäre nach seiner dritten Schlappe in Folge beendet. In den USA, dort wo die Box-Musik spielt, will ihn dann keiner mehr sehen. "Bei einem K.O. sollte er aufhören", rät ihm Box-Legende George Foreman.

Brewster spuckt große Töne

Klitschko gilt als haushoher Favorit. Doch Brester spuckt große Töne, nachdem er bei der ersten Pressekonferenz noch in Tränen ausbrach: "Wladimir muss mich killen, wenn er den Gürtel haben will". Unter den 29 Erfolgen des amerikanischen Muskelpakets waren immerhin 26 K.O.- Siege. Unterschätzen wird Wladimir Klitschko nach dem Sanders-Debakel aber keinen Gegner mehr.

Der Ex-Coach des abgetretenen Lennox Lewis, Emanuel Steward, soll Klitschkos Rückkehr auf den WM-Thron garantieren. Sein Ex-Coach Sdunek wurde zum Konditionstrainer degradiert. Ohne Grimm wird er Wladimir in Las Vegas die Daumen drücken: "Es geht nicht um mich, es geht um Wladimir, er soll Weltmeister, dafür ordne ich mich unter", gibt sich der Mecklenburger pflichtbewusst.

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