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Mehr Sport: Bolt und Blake dominieren in Golden League

Der Fehlstart von Daegu ist vergessen – Usain Bolt hat sich beim Finale der Diamond League in Brüssel mit einem Paukenschlag zurückgemeldet. In 9,76 Sekunden rannte der Jamaikaner eine neue Weltjahresbestzeit über 100 Meter und wurde nur von seinem Landsmann Yohan Blake in den Schatten gestellt.

Mit dem besten 100 Meter-Rennen der Saison hat Usain Bolt sein Fehlstart-Aus bei der WM in Daegu vor einigen Wochen vergessen gemacht. Der 25-Jährige lief beim Diamond-League-Finale in Brüssel in 9,76 Sekunden eine neue Weltjahresbestzeit. "Ich wollte die Bestzeit laufen. Ich bin glücklich", kommentierte Bolt die viertbeste je gelaufene 100-Meter-Zeit.

Kurz darauf setzte sein Landsmann Yohan Blake einen fast noch größeren Paukenschlag. Über 200 Meter lief dieser in 19,26 Sekunden die zweitschnellste jemals gelaufene Zeit und verfehlte den Weltrekord von Bolt (19,19) nur knapp.

Jeter und Bekele mit tollen Zeiten

Auch Weltmeisterin Carmelita Jeter (USA) bot den Fans noch einmal Bestes: Die 31-Jährige machte mit ihrem Sieg in starken 10,78 Sekunden ihren Gesamterfolg in der 100-Meter-Wertung perfekt.

Zuvor hatten die rund 40.000 Zuschauer beim traditionsreichen Memorial van Damme einen superschnellen 10.000-Meter-Lauf erlebt - und ein fulminantes Comeback von Kenenisa Bekele: 19 Tage nach seinem Ausstieg im dramatischen WM-Finale gewann der Weltrekordler aus Äthiopien in der Weltjahresbestzeit von 26:43,16 Minuten.

"Ich fühle mich so gut. Ich bin glücklich", jubelte der 29-Jährige, der nur 82/100 Sekunden vor dem zweitplatzierten Kenianer Lucas Kimeli Rotich ins Ziel stürmte.

Müller verpasst Gesamtsieg

Diskuswurf-Vizeweltmeisterin Nadine Müller hatte den Disziplin-Gesamtsieg im Diamond Race klar verpasst. Mit 59,50 Metern wurde die 25-Jährige aus Halle/Saale nur Sechste und konnte damit ihre Führung nicht verteidigen.

Den Gesamterfolg und eine Prämie von 40.000 Dollar sicherte sich die Kubanerin Yarelis Barrios. Ihr reichten 65,33 Meter und Platz zwei. Weltmeisterin Li Yanfeng aus China gewann den Wettbewerb mit 65,79 Metern. Im Dreisprung der Frauen sicherte sich Weltmeisterin Olga Saladuha (Ukraine) den Gesamtsieg: Sie gewann den letzten Wettbewerb mit 14,67 Metern.

Siege von Obergföll und Spiegelburg standen bereits fest

Die Gesamtsiege in ihren Disziplinen (Diamond Race) hatten sich vor einer Woche in Zürich bereits zwei deutsche WM-Starterinnen gesichert: Christina Obergföll im Speerwurf und Stabhochspringerin Silke Spiegelburg sammelten die meisten Punkte.

sportal.de / sportal

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