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Mehr Sport: Ronnie O'Sullivan gewinnt die Snooker-Weltmeisterschaft

''Blink and you'll miss him. Here comes the Rocket, Ronnie O'Sullivan.'' Einmal mehr hat der Engländer bewiesen, dass er der wohl beste Snooker-Profi in der Welt ist. Im Crucible Theatre zu Sheffield setzte sich O'Sullivan im Finale gegen einen starken Ali Carter durch und krönte seine Karriere mit dem vierten WM-Titel.

Nach 17 langen Tagen und aufreibenden Matches hat Ronnie O'Sullivan es geschafft, sich zum vierten Mal zum Weltmeister zu krönen. Der Engländer besiegte im Finale 2012 Ali Carter mit 18:11. Es war nicht das hochklassige Finale, das die Zuschauer im Crucible Theatre zu Sheffield sich gewünscht hatten. Doch spannend war es allemal.

"Es war sehr hart, die 17 Tage hier durchzustehen", so O'Sullivan bei der Siegerehrung. "Aber ich hatte meine Emotionen immer unter Kontrolle. Ohne Steve (sein Psychologe/ d. Red.) würde ich nicht mehr spielen, er hat mir sehr geholfen. Wir haben gut zusammengearbeitet, aber es war sehr hart. Ich habe ja schon dreiTtitel hier gewonnen, doch dieser toppt alles."

Über die zweieinhalb Wochen gesehen, ging kein Weg an O'Sullivan als Favorit vorbei. Die Auslosung hatte es nicht gut mit ihm gemeint und nach der schweren Auftakthürde Peter Ebdon (10:4) traf O'Sullivan erst auf Mark Williams (13:6), dann folgte Neil Robertson (13:10) und im Halbfinale bekam O'Sullivan es mit Matthew Stevens (17:10) zu tun – alles erfahrene WM-Haudegen.

O'Sullivan: Nur den Titel im Blick

Von Beginn an war O'Sullivan auf den Titel fokussiert. Dafür hatte er hart mit dem Sportpsychologen Dr. Steve Peters gearbeitet und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. An Offensivpower hatte er nichts eingebüßt, sein Repertoire jedoch um knallharte Safetys und eine große Portion Geduld erweitert.

Die Achillesferse war damit entfernt und Carter bekam dies zu spüren. Der Captain, der unter Morbus Crohn leidet, hatte seinerseits ein starkes Turnier gespielt. Die World Open waren noch der Krankheit zum Opfer gefallen und ein Karriereende in Betracht gezogen. Doch in Sheffield spielte Carter groß auf, lieferte sein Husarenstück beim 13:12-Sieg im Achtelfinale gegen Judd Trump.

Carter und das Ende der Kräfte

Im Finale merkte man Carter den großen Kräfteverschleiß spätestens ab der zweiten Session an. Bis zum 3:3 hatte er mithalten können, danach drehte O'Sullivan auf. Ab dem 3:5 lief Carter zumeist hinterher, hatte noch großes Glück, den ersten Tag mit einem 7:10-Rückstand beendet zu haben.

Die dritte Session drohte dann zum Debakel zu werden, als O'Sullivan vier Frames in Folge gewann. Auch die Zuschauer fieberten mit, denn eine Absage der vierten Session stand im Raum. Allerdings nahm O'Sullivan sich zum ersten Mal in diesem Turnier eine Auszeit, gab drei Frames hintereinander ab.

Als es noch einmal spannend zu werden drohte, fand der Superstar des Snooker jedoch zu seiner Form. Zwar rettete sich Carter noch in die Abendsession, musste sich dann aber mit einem Frame begnügen. O'Sullivan ließ sich nicht mehr von seinem Weg abbringen und schaukelte das Match mit 18:11 nach Hause.

"Ich möchte nun erst einmal diesen Moment genießen und viel Zeit mit meiner Familie verbringen. Es war nicht mein letzter Auftritt hier, aber zunächst will ich eine Pause von vielleicht sechs Monaten einlegen", erklärte ein bewegter O'Sullivan. Der neue Weltmeister und auch Ali Carter gehören sicherlich zu den Gewinnern dieser WM. Wer sonst noch dazu gehört und für wen die Titelkämpfe eine Enttäuschung waren, erfahren Sie hier.

Die Gewinner der Snooker-WM

Stephen Hendry

Über die Legende Hendry muss man kaum viele Worte verlieren. Er hat das Spiel revolutioniert, dabei sieben WM-Titel in seinem Wohnzimmer gewonnen. Bei seinem letzten Auftritt schaffte er es immerhin bis ins Viertelfinale und das allein ist schon aller Ehren wert. Seine deutliche 2:13-Niederlage gegen Stephen Maguire war bitter, aber zu verschmerzen.

Sein Rücktritt war abzusehen und verständlich. Somit verlässt der vielleicht beste Spieler aller Zeiten die große Bühne, nicht aber, ohne mit einem Paukenschlag abzutreten. In Runde eins hatte Hendry mit Stuart Bingham ein Schwergewicht aus dem Weg zu räumen und tat dies auf seine Art – er spielte das elfte Maximum seiner Karriere. Ein grandioser Abschluss einer einmaligen Karriere.

Matthew Stevens

Lange ist er her, dass man den Walisischen Drachen in einer solchen Form bewundern konnte. Man erinnere sich an die WM im letzten Jahr, als er trotz einer 9:6-Führung in Runde eins noch gegen Mark Allen verlor. Zu der Zeit war er aus den Top 16 herausgefallen, doch Stevens hat sich erholt und liegt momentan auf Platz neun in der aktualisierten Weltrangliste.

Bei der WM hatte er vielleicht ein leichtes Programm, schlug dabei immerhin Marco Fu, Barry Hawkins und Ryan Day, bevor er an Ronnie O'Sullivan scheiterte. Doch auch dort machte Stevens eine gute Figur, beeindruckte mit starken Long Pots. Der große WM-Triumph bleibt ihm weiter verwehrt, aber sein Auftritt machte Lust auf mehr.

Michaela Tabb

Sie war die erste Frau, die ein WM-Finale leiten durfte. Die resolute und nett anzusehende Engländerin hat eine enorm große Fangemeinde und durfte nun ihr zweites Finale im ehrwürdigen Crucible Theatre leiten. Eine große Ehre für sie und ihren Job machte Tabb ausgezeichnet.

Sie ist das weibliche Aushängeschild und die richtige Wahl, für das Finale gewesen. In mehreren undurchsichtigen Situationen behielt sie die Ruhe, sorgte dabei mit ihren Kommentaren für eine lockere Stimmung. Mit ihren 44 Jahren war es wohl auch das letzte Finale im Crucible.

Jamie Jones

Es war die WM der Qualifikanten. Gleich acht ungesetzte Spieler schafften den Weg ins Achtelfinale – darunter auch Jamie Jones. In Runde eins schaltete der Waliser überraschend Shaun Murphy aus, danach schlug er auch Andrew Higginson. Im Viertelfinale scheiterte er nur denkbar knapp an Ali Carter.

Sein offensives Spiel und die positiv anzumerkende Respektlosigkeit waren ein willkommener Farbtupfer im Crucible. Wie im Vorjahr Judd Trump, nutzte Jones die Bühne, um auf sich aufmerksam zu machen. Vielleicht ist sein guter Lauf der Beginn einer großen Karriere. Nach seinem Sieg durfte er sich die Gratulation von Murphy abholen, der seinen Gegner in den höchsten Tönen lobte.

Die Verlierer der Snooker-WM

Mark Allen

Einst finanzierten die Eltern des Nordiren dessen Karriere, in dem sie eine Hypothek auf das Haus aufnahmen und an das Talent ihres Schützlings glaubten. Eine gute Entscheidung, hat The Pistol doch mit dem Gewinn der World Open jüngst seinen ersten Titel gefeiert. Allen ist einer der Spieler, die in der Zukunft den WM-Titel gewinnen können und wohl auch werden.

Doch in diesem Jahr unterlag Allen in Runde eins dem chinesischen Qualifikanten Cao Yupeng mit 6:10. Eine enttäuschende Leistung, aber dabei konnte er es nicht bewenden lassen. Allen ist bekannt dafür, das Nachdenken zu vergessen, bevor er den Mund öffnet. Nach seiner Niederlage schimpfte er erst auf den Schiedsrichter Paul Collier, dann auf den schlechten Tisch und zum Schluss bezichtigte er seinen Gegner und alle Chinesen des Betrugs.

Stephen Lee

Der Engländer ist wirklich nicht zu beneiden, wenn es um die WM im Crucible Theatre geht. Seine Koffer braucht Lee im Normalfall nicht auszupacken und auch in diesem Jahr war in Runde eins Feierabend. Mit Andrew Higginson bekam er eine machbare Aufgabe in Runde eins, scheiterte jedoch mit 6:10.

Knapp 70 Prozent seiner Matches hat Lee in dieser Saison gewonnen, den Rückweg in die Top 16 gefunden. Lee spielte eine überragende PTC-Tour, gewann dabei das Grand Final. Zudem erreichte er das Finale der World Open sowie die Halbfinals beim German Masters und den China Open. Doch die Krönung blieb ihm verwehrt. So endet seine Saison mit einer Enttäuschung.

Ding Junhui

Wie auch Mark allen ist es nur eine Frage der Zeit, bis Ding Junhui sich seinen ersten WM-Titel holen wird. Seine Auslosung konnte sich sehen lassen und mit Ryan Day war die Auftakthürde nicht sonderlich hoch – zumindest für einen Spieler seines Formats. Immerhin holte der Chinese sich den Titel bei den Welsh Open und gehörte zum Kreis der Favoriten bei dieser WM.

Aber es sollte anders kommen und seine 9:10-Niederlage hatte einen bitteren Beigeschmack. Ding ist als ruhiger Zeitgenosse bekannt, der es auch schafft, das Training mal zu vernachlässigen, um sich einem Abend mit der Playstation hinzugeben. Kritik oder böse Worte zu finden, ist nahezu unmöglich.

Nach der Niederlage gegen Day war Ding allerdings nicht mehr zu halten. "Die Tische waren schlecht und die Fans waren schlecht – es war alles Müll. Sie haben die ganze Zeit reingerufen. Die Leute sagen immer, dass die chinesischen Fans schlecht sind, aber was war das hier?" Sein Ärger ist nach einer Niederlage verständlich, aber an den Umständen hat es sicher nicht gelegen.

Judd Trump

Alle Augen sind auf Judd Trump gerichtet, nachdem er im letzten Jahr das Finale erreicht hatte und zum neuen Superstar hochgejubelt wurde. Daran hat er sicherlich so seinen Anteil. Erstmals galt Ronnie O'Sullivan nicht als Top-Favorit, wurde von Trump abgelöst. Diese Erwartung konnte er nicht erfüllen, unterlag trotz einer 12:9-Führung noch mit 12:13 im Achtelfinale gegen Ali Carter.

Vier Finalteilnahmen hat Trump in dieser Saison vorzuweisen, gewann dabei ein PTC-Event sowie die UK Championship. Mit seinem Verhalten hat er sich allerdings nicht nur Freunde gemacht, verweist öfter darauf, schon jetzt mehr erreicht zu haben, als so manch älterer Spieler. Nun hat er sich darüber beschwert, dass andere Profis sich nach seinen Niederlagen freuen würden – auch daran hat er seinen Anteil. Ihm gehört die Zukunft, auch wenn sein Abschneiden in Sheffield irgendwo enttäuschend war.

Gunnar Beuth

sportal.de / sportal

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(