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Motorsport: Mercedes bestimmt DTM-Auftakt - Schumacher wird kritisiert

Gary Paffett siegte vor Landsmann Jamie Green und Mattias Ekström. Zwei Mercedes-Piloten vor einem Audi-Fahrer. BMW ging beim Comeback in der DTM nach 20 Jahren leer aus. Schuld daran hatte auch Ralf Schumacher, der sich von seinen Kollegen heftige Kritik anhören musste.

Pech für BMW beim großen Comeback nach 20 Jahren: Trotz vielversprechender Ausgangsposition mussten die Münchner bei ihrer Rückkehr in das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) der Konkurrenz von Mercedes-Benz den Vortritt lassen. 

Tomczyk und Spengler scheiden aus

Beim ersten Saisonlauf siegte am Hockenheimring der Brite Gary Paffett vor seinem Landsmann Jamie Green. Dritter wurde Audi-Pilot Mattias Ekström, der von der Pole Position aus gestartet war. Die Top-Piloten von BMW, Titelverteidiger Martin Tomczyk und Bruno Spengler, schieden vor der Rekordkulisse von 71.000 Zuschauern dagegen früh aus.

"Es ist fantastisch, wie es hier losgegangen ist", meinte der strahlende Paffett. "Es ist ein bisschen schade. Wir sind jetzt durch unser erstes Rennwochenende durch, darauf können wir aufbauen", sagte dagegen BMW-Motorsportchef Jens Marquardt.

Schumacher mit Fahrfehler: Durchfahrtsstrafe 

In der Qualifikation am Vortag hatte BMW noch überraschende Stärke demonstriert. So starteten gleich vier BMW-Fahrer aus den Top Ten. Dirk Werner ging sogar vom dritten Platz aus ins Rennen. Werner verlor jedoch gleich beim Start drei Plätze. Er war in der zweiten Runde mit Ralf Schumacher kollidiert. Der Kerpener hatte bei einem Überholmanöver in der Spitzkehre zu spät gebremst und Werner sowie Spengler getroffen. Für den Kanadier war das Rennen zu Ende, Schumacher erhielt für seinen Kollisionskurs eine Durchfahrtsstrafe.

"Es hilft mir nichts, dass er eine Durchfahrtsstrafe erhalten hat", meinte Spengler frustriert. "Ralf hat ungefähr 50 Meter zu spät gebremst und Dirk getroffen. Ich hatte keinen Platz mehr, um irgendwo anders hinzufahren. Ich hätte etwas Schlaueres von einem ehemaligen Formel-1-Fahrer erwartet. Das war an der Grenze." "Warum ist denn sein Auto kaputt, wenn ich zu spät gebremst habe?", fragte Schumacher. "Dass ich zu schnell war, ist selbsterklärend. Offenbar konnte er das aber auch nicht besser."

Schumacher fährt "Autoscooter"

Schon in der ersten Runde hatte Schumacher vor den Augen seines Bruders und Formel-1-Rekordweltmeisters Michael den zweimaligen DTM-Champion Timo Scheider im Heck getroffen. Nach einem weiteren Zusammenstoß mit dem Spanier Roberto Merhi gab Audi-Pilot Scheider in der 13. Runde auf. "Der eine oder andere muss sich vielleicht mal überlegen, wie er ein Rennen angeht. So macht es keinen Sinn und keinen Spaß, wenn einer meint, er müsste Autoscooter fahren", sagte Scheider.

Titelverteidiger Tomczyk war bereits nach fünf Runden nach einer Kollision ausgeschieden – dieses Mal war Schumacher allerdings unschuldig. "Ich war die ersten Runden mehr oder weniger Passagier. Das habe ich noch nie erlebt", klagte Tomczyk. "Ich habe an jeder Ecke eine bekommen von anderen Fahrern. Vielleicht war jeder ein bisschen übermotiviert. Das ist schade."

Schumacher noch Siebter 

Von der fünften Runde an hatte Mercedes die Kontrolle beim 65. DTM-Rennen auf dem Hockenheimring übernommen. Green führte vor seinem Kollegen Paffett, in der 15. Runde überholte dann Paffett. Für BMW fuhr lediglich der Brite Andy Priaulx als Sechster in die Punkteränge, Ralf Schumacher wurde trotz Kollisionskurses noch Siebter.

Kurz vor Beginn des Auftaktrennens hatte die DTM einen Coup verkündet: Die Rennserie wird weiterhin in der ARD zu sehen sein. Der Fernsehsender und DTM-Rechteinhaber und -vermarkter ITR gaben eine Verlängerung ihrer Kooperation um zwei Jahre bis Ende 2014 bekannt.

sportal.de / sportal

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