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NBA: 108 -112 n.V. - Mavericks verlieren erneut bei den Lakers

In den vergangenen Playoffs zeigten die späteren Champions aus Texas den Serien-Meistern aus Kalifornien die Grenzen auf. In diesem Jahr hat Los Angeles das Geschehen unter Kontrolle - keines der vier Duelle konnten die Mavericks für sich entscheiden.

Die Dallas Mavericks haben ihr Spiel bei den Los Angeles Lakers nach großem Kampf unglücklich mit 112:108 nach Verlängerung verloren. Trotzdem sollte die Mannschaftsleistung der Mavericks, die sogar eine sehr schwache erste Halbzeit von Dirk Nowitzki kompensieren konnten, den Texanern Mut für die Playoffs machen.



Playoff-Vorschau – oder doch ein Rückblick?



Der Tabellensechste der Western Conference zu Gast beim Tabellendritten - war da nicht was? Genau, diese beiden Teams könnten nämlich gut und gerne, sollte die Dinge so bleiben wie sie sind, in der ersten Runde der Playoffs aufeinandertreffen. Und die Lakers haben ja nach wie vor eine Rechnung mit den Mavericks offen – schließlich warfen die Texaner Los Angeles im letzten Jahr mit 4:0-Siegen aus den Playoffs und sorgten so für das Karriereende von Erfolgscoach Phil Jackson.



Die Lakers, die bereits die ersten drei Duelle in dieser Saison für sich entschieden hatten, mussten in der vierten Partie allerdings auf Kobe Bryant verzichten, der nach einer Wadenverletzung immer noch nicht wieder komplett genesen ist. Bei den Mavericks war Spielmacher Jason Kidd zurück im Aufgebot – und gleich in bester Wurflaune.

Halbzeit eins ein Fest für Guards – Bis die Big Men kamen

Vor allem Kidd und Delonte West sorgten in Halbzeit eins dafür, dass die Mavericks zur Pause mit 6 Punkten in Führung lagen.

Doch die Lakers kämpften sich immer wieder heran – zwischenzeitlich betrug der Vorsprung sogar 12 Punkte – und gingen Mitte des dritten Viertels zum ersten Mal in Führung.

Das war dann auch der Zeitpunkt, an dem sich die All-Stars der Lakers, Pau Gasol und Andrew Bynum, richtig in das Spiel einschalteten. Die Ausgeglichenheit unter den Körben, die Nowitzki, Marion und Haywood versucht hatten aufrecht zu erhalten, krümelte bis zu dem Grad, dass die Lakers am Ende des Spiels zehn Rebounds mehr geholt hatten als die Mavericks.



Zu Unvermögen gesellte sich Pech



Und am Ende kam dann auch noch Pech dazu. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit hatten die Mavs die Chance, zu gewinnen – doch Nowitzki scheiterte mit einem Dreier in letzter Sekunde. In der Overtime blieb das Thema dann gleich – Gasol verwandelte zwei Dreier in Folge, wobei beim zweiten wohl noch eine Berührung vom Mitspieler dazu kam, die aus dem Wurf eigentlich einen Zweier hätte machen müssen. 



Endgültig verloren war das Spiel dann, als Jason Terry vier Sekunden vor dem Ende von Matt Barnes geblockt wurde – und Marion es im Anschluss nicht fertig brachte, Gasol zu foulen, um die Uhr anzuhalten. Bester Scorer bei den Mavs war natürlich einmal mehr Nowitzki, der allerdings für seine 24 Punkte 28 Würfe brauchte und auf eine schlechte Quote aus dem Feld kam.

Bei den Lakers kam Andrew Bynum auf 23 Punkte und 16 Rebounds, Gasol beendete das Spiel mit 20 Punkten und 10 Rebounds, und Matt Barnes erreichte mit 11 Punkten, 11 Rebounds und 8 Assists fast ein Triple-Double.

Die Mavericks stehen nach wie vor 2,5 Spiele vor dem neunten Platz, sind nun aber nach Niederlagen punktgleich mit dem Siebten, Houston, sowie dem Achten, Denver, die beide zwei Spiele weniger absolviert haben.



Heat weisen Knicks in die Schranken



Das erste Spiel des Tages war ebenfalls ein mögliches Preview für die erste Runde der Playoffs. In New York trafen die Knicks auf die Miami Heat – und verloren ihr Heimspiel am Ende klar mit 85:93. Vor allem LeBron James und Dwyane Wade, die zusammen 57 Punkte erzielten, zeigten, dass sie nach wie vor das vielleicht beste Duo der Liga sind.

Bei den Knicks konnte Carmelo Anthony zwar 42 Punkte erzielen, erhielt in Abwesenheit von Amare Stoudemire und Jeremy Lin viel zu wenig Unterstützung von seinen Teamkollegen. Der Rest der Starting Five erzielte insgesamt nur 19 Punkte, einzig Bankspieler J.R. Smith konnte mit 16 Punkten annähernd überzeugen.

Lagen die Knicks acht Minuten vor Ende des vierten Abschnitts noch mit 4 Punkten vorne, beendeten die Heat das Spiel mit einem souveränen 18:6-Run. Während die Heat wohl sicher als zweiter in die Playoffs einziehen werden, könnte es für die Knicks nochmal eng werden, lauern doch die Milwaukee Bucks nur noch zwei Spiele hinter dem Traditionsclub aus New York.



Oliver Stein

sportal.de / sportal

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