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NBA: Die Boston Celtics gleichen in der Playoff-Serie mit den Miami Heat aus

Erst machten es die Celtics im vierten Spiel deutlich, dann spannend. Am Ende konnte Boston froh sein, dass Dwayne Wade nicht seinen besten Tag erwischte und die Siegchance vergab. Mit dem 91:93 nach Verlängerung kassierte die Miami Heat die erste Playoff-Niederlage der Teamhistorie in der Overtime.

Die Miami Heat mussten durch die erste Playoff-Overtime-Niederlage ihrer Geschichte den 2:2-Ausgleich in der Serie gegen die Boston Celtics hinnehmen. Mit 93:91 gewannen die Celtics auch das zweite Spiel in eigener Halle und feierten ihr Playoff-Comeback. Dabei hatte Miami die letzte Chance des Spiels, Dwayne Wade erspielte sich den Platz für einen unbedrängten Dreierversuch, scheiterte aber am Ring.

Es war ohnehin nicht das Spiel des Dwayne Wade: Sieben Körbe aus 22 Versuchen und vier Turnover, so sieht die Wade-Statistik in der Regel nicht aus. Nun musste der Guard jedoch die Verantwortung übernehmen, weil sich der zweite Teil des Top-Duos, LeBron James, nach seinem sechsten persönlichen Foul knapp zwei Minuten vor dem Ende der Overtime aus dem Spiel verabschiedet hatte. In Abwesenheit des noch verletzten Chris Bosh blieb für die Crunchtime nur noch die Option Wade übrig.

Spannender Spielverlauf

Dass es überhaupt in einen fünften Spielabschnitt ging, war einem Kraftakt der Heat zu verdanken. Den deutlichen 47:61-Rückstand zur Pause glich das Team von Erik Spoelstra bereits früh im vierten Viertel aus (74:74).

In einer giftig geführten Schlussphase wechselte die Führung immer wieder hin und her, die Overtime erzwang schließlich James mit einem Dreier zum 89:89. Beide Mannschaften verteidigten aggressiv, unter den Körben wollte keines der Teams zurückstecken.

Das hatte zur Folge, dass beide Topscorer die Foulgrenze übeschritten und das Parkett verlassen mussten: Zuerst traf es Paul Pierce, der bis dahin 23 Punkte auf seinem Konto hatte, dann musste auch James (29 Punkte) auf der Bank Platz nehmen.

Miami schwach in der Overtime

In den fünf Extra-Minuten gelangen der Heat nur magere zwei Pünktchen. Boston, bei denen Rajon Rondo 15 Punkte und ebnso viele Assists beisteuerte, ging in Führung musste aber nochmal zittern als Wade zum spielentscheidenden Dreier ansetzte.

Als dieser vergab stand fest: Egal ob Osten oder Westen, es gewinnt immer das Heimteam. In den insgesamt acht Spielen der Playoff-Finals (Heat versus Celtics und San Antonio gegen Oklahoma City) siegte bisher immer die gastgebende Mannschaft. Demnach sind nun wieder die Heat dran, denn für Match fünf müssen die Celtics nach Miami. 

sportal.de / sportal

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