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NBA-Playoffs: "Dirk the work" erneut Matchwinner

Dirk Nowitzki und seine Mavs haben ihren Auftrag in der Wüste erfüllt. Durch den 95:88-Erfolg bei den Phoenix Suns führen die Mavericks in der "Best-of-Seven"-Serie mit 2:1. Noch zwei Siege fehlen bis zum großen Finale.

Nowitzki war mit 28 Punkten und 17 Rebounds einmal mehr Erfolgs-Garant. "Wir wollten mindestens einen Sieg in Phoenix und das ist uns gelungen. Aber ich bin sicher, das nächste Match wird eine Schlacht", sagte der Würzburger. Dieses Spiel steigt in der Nacht zu Mittwoch (03.00 Uhr, Premiere) erneut in Phoenix. Die Mavericks benötigen noch zwei Siege, um die erste Final-Teilnahme der Club-Geschichte perfekt zu machen.

Die 18 000 Zuschauer trauten ihren Augen kaum. Dank disziplinierter Defensive der Gäste versuchten die Suns vergeblich, ihr geliebtes Tempospiel wie gewohnt aufziehen. Bis zur Halbzeit schafften sie lediglich vier Punkte durch Tempo-Gegenstöße, in den Vierteln drei und vier gingen sie sogar leer aus. Die Endausbeute von 88 Punkten waren Playoff-Minusrekord, der Suns-Motor stotterte. Die Mavericks wirkten dagegen bissiger, konzentrierter und frischer. "Wir lachen nicht, wir kämpfen nicht, und wir haben nicht das nötige Feuer, um zu gewinnen. Das enttäuscht mich", bilanzierte Suns-Spielmacher Steve Nash (21 Punkte, 7 Assists), der das direkte Duell gegen seinen Freund Nowitzki erneut deutlich verlor.

"Werden zurückschlagen"

Wie bereits am Freitag beim 105:98-Heimsieg führte Deutschlands bester Basketballer sein Team in den Statistiken Punkte, Rebounds und Assists (5) an. Mavs-Forward Josh Howard steuerte 22 Punkte und 12 Rebounds bei. Mit Geduld in der Offensive, nimmermüdem Einsatz und ungeheurem Fleiß in der Defensive scheinen sie der Moral der Suns einen Knacks versetzt zu haben. "Wir haben das Tempo kontrolliert und nach der Pause nur noch 36 Punkte zugelassen. Das ist riesig", betonte Nowitzki. Nach einer Elf-Punkte-Führung im zweiten Viertel lag Phoenix zur Halbzeit 52:47 vorn. Danach spielten fast nur noch die Mavericks. Passenderweise rundete Nowitzki das Gesamt-Kunstwerk mit zwei verwandelten Freiwürfen sechs Sekunden vor dem Ende ab.

"In dieser Playoff-Phase sind die Teams praktisch gleichstark. Da ist es vor allem eine Frage des Willens. Und wir wollten den Sieg mehr", erklärte Mavericks-Coach Avery Johnson. Tatsächlich ist der Trend für die Suns Besorgnis erregend. Die hoch gelobte Offensive produzierte 121 Punkte im ersten Spiel, 98 im zweiten und 88 am Sonntag. "Wir haben aus unerklärlichen Gründen den Fuß vom Gas genommen. Vielleicht sind wir mental müde", meinte Suns-Coach Mike D’Antoni. "Aber wir werden zurückschlagen. Das verspreche ich."

DPA

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