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NBA-Playoffs: Dallas verliert trotz Nowitzki-Gala

Dirk Nowitzki war in Hochform, doch das sollte den Dallas Mavericks beim dritten Playoff-Spiel gegen die San Antonio Spurs nicht viel nützen. Andere Leistungsträger des Teams spielten unter ihrem Niveau und sorgten so für eine knappe Niederlage.

Die Angst vor dem drohenden Aus stand Superstar Dirk Nowitzki ins Gesicht geschrieben. Gezeichnet von der zweiten Playoff-Niederlage im dritten Achtelfinal-Match verstand der Kapitän der Dallas Mavericks nach dem 90:94 bei den San Antonio Spurs die Basketball-Welt nicht mehr. "Wir haben alles versucht, alles nach vorne geworfen, was wir hatten. Aber es hat nicht gereicht", sagte der 2,13-Meter-Riese am Freitagabend (Ortszeit).

35 Punkte des starken Würzburgers waren im Duell beim texanischen Erzrivalen nicht genug, um die Spurs zwei Tage nach dem 88:102 in Dallas stoppen zu können. Selbst eine blutige Nase von "Matchwinner" Manu Ginobili - Nowitzki hatte den Argentinier beim Sprungwurf unabsichtlich mit dem Ellenbogen getroffen - brachte die Hausherren nicht aus der Spur.

"Dirk oder Jason hätten auch gespielt"

Mit einem weißen Pflaster quer über der gebrochenen Nase führte Ginobili San Antonio zum 2:1 in der Serie "best of seven". Allein 11 seiner 15 Punkte gelangen dem Allstar-Spieler bei der Aufholjagd nach fünfminütiger Auszeit. Nun haben die Gastgeber am Sonntag die große Chance, die taumelnden "Mavs" an den Rand des Knockouts zu bringen und sich für das Aus im vergangenen Jahr zu revanchieren. In der Vorsaison hatte Dallas die Spurs mit 4:1 aus dem Achtelfinale geworfen.

"Wenn Dirk oder Jason Kidd sich so eine Verletzung holen, hätten sie auch gespielt, bis es nicht mehr geht. Das sind solche Kämpfertypen. Manu hat das gezeigt", lobte Spurs-Coach Gregg Popovich seinen Erfolgsgaranten Ginobili. Mit neun Punkten lagen die Mavericks im dritten Drittel vorn, nachdem sie die Verletzungspause des Argentiniers genutzt hatten und mit einem 17:0-Zwischenspurt in Führung gegangen waren. Aber die Spurs steckten diesen Rückschlag weg und kamen zurück.

"Tony hat gezeigt, wie man das machen muss"

Und als Tony Parker mit drei Sprungwürfen in Serie zum 86:81 die schwächelnde "Mavs"-Abwehr bloßstellte, war die Partie vor den verbliebenen 51 Sekunden gelaufen. "Tony hat gezeigt, wie man das machen muss", sagte "Mavs"-Coach Rick Carlisle. Seine Taktik war nicht aufgegangen, nachdem er Stammspieler wie Caron Butler (2) früh aus dem Match nehmen musste. Denn weder Jason Kidd (7) noch J.J. Barea (14) oder Jason Terry (17) waren in der Lage, in die Bresche zu springen. Und so droht Nowitzki auch in seiner zwölften NBA-Saison den ersehnten Titelgewinn zu verpassen.

DPA / DPA

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