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NFL: Green Bay gewinnt den Saisonauftakt gegen New Orleans

Beim ersten Spiel der neuen Saison überboten sich nicht nur die Quarterbacks Aaron Rodgers und Drew Brees gegenseitig, Randall Cobb egalisierte einen Rekord und am Ende hielt die Packers-Defense das 42:34 an der eigenen Endzone. Für Peyton Manning und die Indianapolis Colts gab es dagegen eine neue Hiobsbotschaft.

Im Duell der letzten Super Bowl-Gewinner haben die Titelverteidiger aus Green Bay zum Saisonauftakt der NFL die Oberhand behalten. Die Packers setzten sich im heimischen Lambeau Field gegen die New Orleans Saints mit 42:34 durch.

Dabei schenkten sich die beiden Quarterback-Superstars Aaron Rodgers und Drew Brees nichts. Während Green Bays Rodgers auf 312 Yards und drei Touchdowns per Pass kam, brachte es Saints-Spielmacher Brees auf 419 Yards und ebenfalls drei Touchdowns. "Das war ein toller Abend für uns", freute sich Rodgers gegenüber espn.com über den ersten Saisonsieg. Lob gab es für ihn von Coach Mike McCarthy: "Aaron war einfach herausragend", zitierte greenbaypressgazette.com McCarthy.

Einen noch größeren Platz als Rodgers und Brees im Highlight-Video sicherte sich jedoch Packers-Rookie Randall Cobb, der mit einem Kickoff-Return Touchdown über 108 Yards zum 35:20 im dritten Viertel die Kritiker der neuen Kickoff-Regel vorerst Lügen strafte und den NFL-Rekord von New Englands Ellis Hobbs von 2007 einstellte. Dementsprechend aufgekratzt wirkte Cobb, der gegenüber espn.com erklärte: "Es war einfach unglaublich."

Defense verteidigt Spiel

Unglaublich war neben Rodgers, der Offense und Cobb – der im ersten Viertel zudem per Pass von Rodgers zum Touchdown bedient wurde - auch die Defense, die in Abwandlung des alten Spruches "Defense wins Championsships" zumindest den ersten Sieg der Saison an der eigenen Endzone verteidigte.

Bei auslaufender Uhr übergab Drew Brees an der Ein-Yard-Linie der Packers den Ball an Rookie-Running Back Mark Ingram – der sich allerdings in eine von Clay Matthews angeführte grün-goldene Mauer festrannte. Ein Ingram-Touchdown mit anschließender Two-Point-Conversion, anstatt des gekickten Extra Punktes, hätte die Verlängerung bedeutet.

Ein Nachspiel könnte Packers-Cornerback Charles Woodson drohen, der in einem Gewühl während des dritten Viertels einen Saints-Spieler mit einem Faustschlag bedacht hatte. "Ich war frustriert, der Kerl hat mich länger festgehalten, als mir lieb war", gab Woodson gegenüber espn.com zu. Trotz der 15-Yard-Strafe im Spiel könnte diese Episode noch ein finanzielles Nachspiel für Woodson haben, über eine Geldstrafe wird die NFL noch entscheiden.

Manning erneut operiert

Während die Fans in Green Bay den erfolgreichen Saisonauftakt bejubeln konnten, gab es bei den Anhänger in Indianapolis lange Gesichter: Ein zunächst von den Colts nicht bestätigtes Gerücht über eine weitere Operation von Peyton Manning wurde am Auftakttag bittere Wahrheit für den Quarterback und sein Team. Wie die Colts mitteilten, musste sich Manning nach Konsulation mit mehreren Ärzten einem weiteren Eingriff im Halswirbelbereich unterziehen.

Von einem möglichen – von mehreren Medien bereits erwähnten – Saisonausfall wollten die Colts jedoch nichts wissen: "Dies war ein Routineeingriff. Zwei ehemalige Spieler der Colts hatten ähnliche Operationen und spielen wieder für ihre jetzigen Teams", hieß es in einem Statement auf colts.com. Dies ist, nach einer Operation im Februar 2010 und dem Eingriff im Mai diesen Jahres, nun bereits die dritte OP für Manning. Erst einen Tag zuvor hatten die Colts einen Einsatz Mannings für den Saisonauftakt am Sonntag bei den Houston Texans ausgeschlossen.

sportal.de / sportal

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