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NHL Die New Jersey Devils stehen im Stanley Cup-Finale


Siege gegen den Erzrivalen schmecken auch in der NHL besonders gut, wenn zur Krönung dann auch noch der Einzug ins Stanley Cup-Finale feststeht, kann man wohl von einem perfekten Tag sprechen. Matchwinner Adam Henrique konnte sein Glück kaum fassen, "das war wie Weihnachten".

Die New Jersey Devils stehen in der NHL erstmals seit 2003 wieder im Finale um den Stanley Cup. Nach dem 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen den Erzrivalen New York Rangers gewannen die Devils die Serie mit 4:2 und treffen ab Mittwoch auf die Los Angeles Kings.

Vor heimischer Kulisse im Prudential Center führten die Devils nach dem ersten Drittel bereits mit 2:0, doch die Rangers kamen zurück. Nach einem torlosen Schlussdrittel musste die Entscheidung in der Overtime fallen und hier erwies sich erneut Henrique als Glücksbringer, wie schon in der ersten Playoff-Runde gegen die Florida Panthers erzielte der Center das alles entscheidende Tor.

Brodeur hält die Devils im Spiel

Noch im vergangenen Jahr verpasste New Jersey erstmals seit 1996 die Playoffs, die Erfolgsserie in dieser Saison ist umso erstaunlicher. "Das bedeutet uns viel", bestätigte dann auch Superstar Ilya Kovalhchuk gegenüber ESPN. "Es ist ein großartiges Gefühl, gerade nach dem letzten Jahr. Die erste Runde war noch ziemlich hart, aber seitdem haben wir die Balance in unserem Spiel gefunden."

Kovalchuk selbst hatte nach der Führung von Ryan Carter (10:05) für die eigentlich beruhigende 2:0-Führung gesorgt (13:56). Doch die Rangers, die als bestes Team der Eastern Conference leicht favorisiert in das Duell gegangen waren, zeigten sich wenig geschockt und kamen im zweiten Drittel durch Tore von Ruslan Fedotenko (9:47) und Ryan Callahan (13:41) zurück.

Im Schlussabschnitt schlug dann die Zeit von Devils-Keeper Martin Brodeur, der mit seinen 40 Jahren seine ganze Routine ausspielen konnte. Die Rangers waren am Drücker und hatten durch Brad Richards, Artem Anisimov und Marian Gaborik beste Chancen, um ein siebtes Spiel vor den eigenen Fans zu erzwingen, doch Brodeur war stets zur Stelle.

Henrique trifft nach 63 Sekunden der Overtime

Somit musste die Verlängerung die Entscheidung bringen und tatsächlich dauerte es nur 63 Sekunden, bis die Fans in Newark jubeln konnten. Rangers-Goalie Henrik Lundqvist stand Brodeur zunächst in nichts nach, klärte zwei Mal gegen Kovalchuk und auch beim dritten Versuch von Alexei Ponikarovsky war der Schwede zur Stelle, bei Henriques Abstauber war Lundqvist dann aber machtlos.

"Das war wie Weihnachten", sagte Henrique im Überschwang der Gefühle zu ESPN und bekam im Anschluss ein Sonderlob von Trainer Peter DeBoer: "Gegen Lundqvist muss man einfach immer hellwach sein und genau das haben wir gemacht." Die ausgeschlafenen Devils bekamen nach dem Spiel die Prince of Wales Trophy für den Sieger der Eastern Conference überreicht, aus Aberglaube berührte aber kein Spieler den Pokal – die Reise soll ja noch nicht zu Ende sein.

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