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Parkour-Legenden in Insbruck: Höllensturm durch die Caféhausgasse

Innsbruck gilt als herrlich altmodisch. K.u.k.-Architektur und Sissi-Charme locken die Touristen. Zwei Actionstars mischen die Törtchen-Idylle auf. David Belle und Cyril Raffaelli ziehen die Innsbruck-Tour in atemberaubenden 20 Minuten durch.

Eine Tasse Kaffe und ein Stück Torte . Die Herrschaften lassen es sich im Straßencafé schmecken. Plötzlich: lautes Trampeln, keuchendes Atmen und zwei schwarze Gestalten erklettern die steile Hauswand neben dem Café und hangeln sich wie Affen von Balkon zu Balkon. Die Parkour-Helden David Belle und Cyril Raffaelli finden in Innsbruck das ideale Pflaster, um ihre halsbrecherischen Tricks und faszinierenden Stunts vorzuführen. Heikle Kopf-an-Kopf-Rennen, Sprünge über meterweite Entfernungen und das Erklimmen steiler Hauswände. Nur wer alle Hindernisse in möglichst schneller Zeit, auf effizientestem Weg überwindet, kann sich im Parkour-Sport behaupten. Schnelligkeit, Sprungkraft, Geschmeidigkeit und vor allem Nervenstärke sind wichtigste Voraussetzung, um sich einen Namen zu machen.

David Belle und Cyril Raffaelli haben das nicht mehr nötig. Sie zählen heute zu den bekanntesten Traceuren weltweit. Der 37-jährige Franzose David Belle gilt als Begründer des Parkour und hat die „Kunst der Fortbewegung“ seit Ende der 80er Jahre ständig weiterentwickelt. Er ist heute einer der besten Traceure weltweit und hat seine Stunts in Blockbustern wie Die purpurnen Flüsse 2, The Transporter und Pierre Morels Ghettogangz zur Schau gestellt. Der Zweite der Tirol-Traceure ist der 36-jährige Franzose Cyril Raffaelli, ebenfalls Stuntman und Schauspieler, der den Parkour-Sport durch Filmrollen in The Transporter und Banlieue 13 bekannt machte.

In ihrem actionreichen Video zeigen die Parkour-Helden ihre eindrucksvollen Stunts über den Dächern von Innsbruck, in schmalen Tunnelgassen und von der Bergisel-Schanze bis in die Innsbrucker Altstadt. Große Hechtsprünge von Treppe zu Treppe, ein eleganter Flick Flack im Übergang und schon geht’s im Sprint bergauf Richtung Felsgebirge, um in einem atemberaubenden Tempo die Schluchten der steinigen Felswände zu überwinden.

Sicherlich nichts für Jedermann, doch Innsbrucks Landschaft lässt sich auch wunderbar mit dem Mountainbike erkunden.

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