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Schwimm-EM: Doppeltes Gold durch Steuer und Hausding

Goldener Tag für die deutschen Wasserspringer bei der EM in Budapest: Christin Steuer holte ihre zweite Goldmedaille binnen 24 Stunden - zusammen mit Nora Subschinski im Synchronspringen. Vom Drei-Meter-Brett sprang auch Patrick Hausing nach zwei Silbermedaillen zu Gold.

Die Wasserspringer Christin Steuer und Patrick Hausding sind die Medaillensammler im deutschen EM-Team. Beide ersprangen sich in Budapest Gold. Die deutsche Mannschaft hat damit nun sechs Titel gewonnen, drei gehen auf das Konto der Springer.

Hausding holte sich die Goldmedaille vom Drei-Meter-Brett. Nach zuvor zweimal Silber war der 21-jährige Berliner am Freitagabend nicht zu schlagen und sprang mit 463,20 Punkten zu seinem ersten internationalen Einzeltitel. Zweiter wurde der Russe Ilja Sacharow (458,15) vor seinem Teamkollegen Jewgeni Kusnezow (455,80). Der Aachener Sascha Klein wurde Fünfter (431,10).

Christin Steuer sicherte sich nach dem Überraschungserfolg am Vortag bereits ihre zweite Goldmedaille. 20 Stunden nach dem Sieg im Turm-Einzel war die 27-Jährige aus Riesa am Freitag auch mit ihrer Partnerin Nora Subschinski (Berlin) im Synchronspringen von der Zehn-Meter-Plattform nicht zu schlagen. Das deutsche Duo bekam von den Kampfrichtern für seine fünf Sprünge 319,68 Punkte und lag damit in der Endabrechnung mehr als 13 Zähler vor den Ukrainerinnen Julia Prokoptschuk/Alina Tschaplenko (306,30).

Selbstvertrauen durch den Vorkampf

Bronze holten Monique Gladding und Megan Sylvester aus Großbritannien (300,66). Für die 22-jährige Subschinski war es nach 2004, 2006 und 2008 bereits das vierte EM-Gold im Turm-Synchron. Das deutsche Team holte bei der Schwimm-EM in Budapest damit seinen fünften Titel. Das bedeutet Platz zwei im Medaillenspiegel hinter Russland.

Das neu formierte deutsche Duo hatte im gewonnenen Vorkampf Selbstvertrauen getankt. Obwohl Subschinski sich seit geraumer Zeit mit Rückenproblemen plagt, biss sie sich wie im Einzel durch, wo sie Platz vier belegt hatte.

Mit zwei guten Pflichtsprüngen starteten Steuer/Subschinski ins Programm und holten sich mit der Führung im Rücken die nötige Sicherheit. Zwar gab es bei ihrem Zittersprung - einer Handstandausführung - auch diesmal wieder große Probleme. Dennoch retteten sie ihren Vorsprung ins Ziel - der dreieinhalbfache Vorwärtssalto gehechtet war der Sprung zum Gold.

Silber mit deutschem Rekord

Der Magdeburger Christian Kubusch hatte zuvor über 800 Meter überraschend die Silbermedaille gewonnen. Der deutsche Meister kam nach 7:49,12 Minuten ins Ziel und verbesserte somit seinen deutsche Rekord vom 20. April 2008. Der 22-Jährige aus Magdeburg musste sich erst im Schlussspurt knapp dem Franzosen Sebastien Rouault geschlagen geben, der bereits die 1500 Meter gewonnen hatte. Bronze gewann Samuel Pizzetti aus Italien.

DPA/ben / DPA

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