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Lisa Graf Olympia-Schwimmerin beendet nach Corona-Erkrankung ihre Karriere

Schwimmerin Lisa Graf
Schwimmerin Lisa Graf bei den Deutschen Meisterschaften 2018
© EIBNER/Kleindl / Picture Alliance
Schwimmerin Lisa Graf hat schwer mit den Nachwirkungen einer Corona-Erkrankung zu kämpfen. Die 28-Jährige verpasste deshalb die Olympia-Qualifikation und beendet ihre Karriere.

2016 trat Schwimmerin Lisa Graf bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro über die 200 Meter Rücken an. Wenn im Juli die Sommerspiele in Tokio beginnen, wird die 28-Jährige nicht dabei sein – Grund dafür sind auch die Nachwirkungen einer Corona-Erkrankung. Wie Graf in einem Instagram-Posting mitteilte, beendet sie damit ihre Karriere im Leistungssport.

Während der Infektion Anfang Januar hatte sie mit dem "ein oder anderen Symptom" zu kämpfen, berichtete Graf. "Danach lag ein langer und steiniger Weg im Training vor mir. Gemeinsam mit meinem Trainer Lasse Frank gelang es mir, mich so gut es ging zurückzukämpfen." Für die Olympia-Qualifikation reichte es allerdings nicht mehr: "Leider plagten bzw. plagen mich auch jetzt noch Beschwerden, welche auf Covid zurückzuführen sind." Da Graf nach den Olympischen Spielen in Tokio ohnehin ihre Karriere beenden wollte, endet ihre sportliche Laufbahn nun.

Rekordhalterin über 200 Meter Rücken

An den aktuell laufenden Europameisterschaften in Budapest nimmt sie ebenfalls nicht teil. Auch dafür sei ihre Covid-19-Erkrankung ausschlaggebend gewesen, schrieb Graf. Bei den Olympischen Spielen in Rio hatte die dreifache deutsche Meisterin den 13. Platz über die 200 Meter Rücken belegt. 2017 stellte sie über diese Distanz den nach wie vor gültigen deutschen Rekord über diese Distanz auf.

Jetzt wolle sie sich auf ihre "hundertprozentige Genesung" konzentrieren. Außerdem soll künftig ihr Studium im Fokus stehen – Graf ist in Leipzig für Sonderpädagogik auf Lehramt eingeschrieben. "Wir wünschen Lisa zuallererst gute Genesung, aber natürlich auch viel Erfolg für die Zeit nach dem Sport", sagte Bundestrainer Hannes Vitense.

Long Covid trifft vermehrt Jüngere

Corona-Erkrankungen und ihre Nachwirkungen können auch bei Leistungssportlern noch einige Zeit nach einer überstandenen Infektion Probleme bereiten. So berichtete der Ringer Frank Stäbler, Europameister in der Gewichtsklasse bis 72 Kilogramm, im stern von "extrem starken Schmerzen in der Brust" in Folge einer Corona-Infektion. Seine Leistungsfähigkeit habe sich danach um 20 Prozent reduziert: "Als ich wieder mit leichtem Training begann, fühlte ich mich anfangs danach total kaputt – wie erschlagen."

Quelle: Lisa Graf auf Instagram

epp

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