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Ski alpin: Riesch triumphiert über "unschlagbare" Vonn

Erster Saison-Sieg für Maria Riesch: Auf der Heimstrecke ihrer Freundin und Dauerrivalin Lindsey Vonn gewann das deutsche Skiass zum ersten Mal in diesem Winter.

Mit ihrem ersten Sieg im WM-Winter hat Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch die lange Siegesserie der Amerikanerin Lindsey Vonn in Lake Louise beendet. Im Ziel hatte die Skirennfahrerin aus Partenkirchen am Freitag in Kanada 0,12 Sekunden Vorsprung auf die Freundin und Dauerrivalin, die sich nach sieben Siegen in den vorigen zehn Abfahrten auf "ihrer" Strecke mit Rang zwei begnügen musste. Den dritten Platz belegte die Österreicherin Elisabeth Görgl, die 0,21 Sekunden mehr auf dem Konto hatte als die deutsche Gewinnerin. Die Abfahrt der Herren im amerikanischen Beaver Creek fiel dagegen wegen starken Windes aus.

In Lake Louise durfte sich Riesch freuen. "Lindsey ist auf diesem Berg eigentlich unschlagbar, aber auch ich war hier immer wieder stark", sagte die 26-Jährige, die im Vorjahr beim Kampf um die Große Kristallkugel in den Speedrennen viele Punkte auf Vonn verloren hatte. Der neue Winter, der mit der WM im Februar in Garmisch- Partenkirchen seinen Höhepunkt hat, beginnt mit dem 15. Weltcup-Sieg insgesamt und dem fünften in der Abfahrt vielversprechend.

Im Gesamtklassement ganz vorn

Wie 2006, als Riesch nach einem Kreuzbandriss mit Platz eins in Lake Louise wieder jubelte, stand die Slalom-Weltmeisterin auch diesmal beim Rennen auf verkürzter Strecke ganz oben auf dem Podium. In drei der ersten fünf Saisonrennen schaffte es Riesch damit auf das Weltcup-Podest - und führt das noch nicht übermäßig aussagekräftige Gesamtklassement mit deutlichem Vorsprung an.

Während Riesch die starke Fahrt von Vonn mit einer tollen Vorstellung noch kontern konnte, verlief der Saisonstart für Gina Stechert (Oberstdorf) nicht wie erhofft. Den anvisierten Top-10-Platz verfehlte die Oberstdorferin mit 2,20 Sekunden Rückstand auf ihre dominierende Teamkollegin. Viktoria Rebensburg benötigte 2,81 Sekunden mehr als Riesch und verpasste damit ebenso wie Isabelle Stiepel den Sprung in die Weltcup-Punkte.

Eine schwere Verletzung musste die Britin Chemmy Alcott am ersten Speedwochenende des Winters verkraften. Die 28-Jährige war im Abschlusstraining in Kanada am Donnerstag (Ortszeit) schwer gestürzt und hatte einen offenen Bruch am Unterschenkel des rechten Beins erlitten. Die WM-Saison ist für Alcott damit vorbei.

Herren vom Wind ausgebremst

Starker Wind bremste dagegen die Abfahrer im amerikanischen Beaver Creek aus. Nach mehrmaligen Verschiebungen entschieden sich die Verantwortlichen in 3000 Meter Höhe für eine Absage des Rennens. Am Samstag und Sonntag stehen im US-Skiort noch ein Super-G und ein Riesenslalom auf dem Programm. Wann die Abfahrt nachgetragen wird, stand zunächst nicht fest.

swd/DPA / DPA

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