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Ski-WM: Neureuther verpasst das Podium

Felix Neureuther hat bei der Ski-WM im französischen Val d'Isère eine Medaille im Slalom knapp verpasst. Zahlreiche Skiläufer hatten im zweiten Lauf dem Deutschen noch unfreiwillige Schützenhilfe gegeben. Sieger wurde ein österreichischer Läufer knapp vor einem französischen Lokalmatadoren.

Felix Neureuther hat bei den alpinen Weltmeisterschaften eine Medaille im Slalom als Vierter nur knapp verpasst. Der Skirennfahrer vom SC Partenkirchen hatte in Val d'Isère 19/100 Sekunden Rückstand auf den Bronzeplatz. Von Rang 14 nach verpatztem ersten Lauf war Neureuther noch vorgefahren, hatte aber auch von einigen ausgeschiedenen Konkurrenten profitiert. Der Österreicher Manfred Pranger sicherte sich den WM-Titel mit 31/100 Sekunden Vorsprung auf den Lokalmatadoren Julien Lizeroux. Auf Rang drei kam der Kanadier Michael Janyk.

Ich habe die Medaille nicht verdient, der erste Lauf war einfach zu fehlerhaft. Ich war heute nicht gut genug", sagte Neureuther, dem im zweiten Durchgang die zweitbeste Laufzeit glückte. "Bei dem verrückten Rennen weint man dem ersten Durchgang schon nach. Das ist eine WM und wir haben leider die lederne Medaille", sagte Coach Mario Weinhandl. 1989 in Vail hatte Armin Bittner mit Silber zuletzt im Slalom eine Herren-Medaille gewonnen, das letzte Edelmetall über alle Disziplinen betrachtet liegt auch schon acht Jahre zurück.

Olympia im Blick

Der deutsche Slalom-Spezialist versuchte dennoch etwas Positives mitzunehmen. "Nach sehr vielen Ausscheidern in Folge bin ich wieder ins Ziel gekommen. Das muss ich mitnehmen für den Rest der Saison. Ich wollte angreifen aber habe es im ersten Durchgang ziemlich verbockt", sagte der 24-Jährige, der auch im Riesenslalom nach 12 Ausscheidern als 19. endlich wieder eine Platzierung erreicht hatte. "Nächstes Jahr ist Olympia und ich muss schauen, dass ich von der Startnummer nicht zu weit zurückfalle."

DPA / DPA
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