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Tennis: Federer besiegt Tsonga zum Auftakt der World Tour Finals

Nach zwei Turniersiegen in Serie ist Roger Federer auch erfolgreich in die World Tour Finals in London gestartet. Wie vor einer Woche im Finale von Paris setzte sich der Schweizer gegen Jo-Wilfried Tsonga durch. 

Roger Federer hat den ersten Schritt zur Titelverteidigung und zum möglichen sechsten Rekordsieg bei den World Tour Finals in London gemacht. Wie vor einer Woche im Finale von Paris setzte er sich gegen Jo-Wilfried Tsonga durch. Trotz eines Durchhängers gewann der Schweizer nach 1:28 Stunden mit 6:2, 2:6 und 6:4.

Die Partie war zunächst ein Spiegelbild des Duells von Paris, als Tsonga den ersten Satz völlig verschlief und mit 1:6 abgab. Auch dieses Mal schien der Franzose zunächst überhaupt nicht auf dem Platz zu sein. Eine miserable Aufschlagquote und katastrophale Returns sorgten dafür, dass Federer überhaupt keine Mühe hatte.

Nach einem Break zum 3:1 und einem weiteren zum 6:2 war der Satz im Schnelldurchgang gewonnen. Ein richtiges Tennisspiel hatten die Zuschauer zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu sehen bekommen, dafür war der Ball einfach viel zu selten im Spiel. Vielleicht war das auch der Grund, weshalb Federer im zweiten Platz plötzlich Probleme bekam.

Tsonga wacht im zweiten Satz auf 

Tsonga brachte viel mehr erste Aufschläge ins Feld und schaffte es vor allem auch bei Service Federers den Ball im Spiel zu halten. Schnell zeigte sich, dass die ehemalige Nummer eins der Welt noch nicht die nötige Sicherheit in den Grundschlägen hatte. Zwei leichte Vorhandfehler des Schweizers bescherten Tsonga ein Break zur 2:1-Führung.

Die Brust des Franzosen wurde breiter und er ging jetzt viel aggressiver zur Sache und war endlich im Match angekommen. Im gleichen Maße stieg die Fehlerquote bei seinem Rivalen. Der Satz entwickelte sich zu einer klaren Sache für Tsonga, dem zum 5:2 ein weiteres Break gelang und der danach bei eigenem Aufschlag souverän den Sack zumachte.

Für die Zuschauer boten die ersten beiden Durchgänge keinen großen Unterhaltungswert, dafür verliefen die Sätze viel zu einseitig. Das sollte sich ändern. Im letzten Satz lieferten sich beide Spieler endlich ein Duell auf Augenhöhe. Gegen die starken Aufschläge des Gegners taten sich beide Akteure schwer, in die Nähe eines Breaks zu kommen.

Federer nutzt Tsongas Fehler sofort aus

Erste Probleme hatte Tsonga im sechsten Spiel, als er Federer mit einem schwachen Flugball die erste Möglichkeit zu einem Break eröffnete. Er zog mit starken Aufschlägen den Kopf aber wieder aus der Schlinge. Federer wirkte etwas souveräner in dieser Phase, doch es zeichnete sich immer mehr ab, dass der Spieler verlieren würde, der die ersten Fehler macht.

Beim Stand von 5:4 für Federer war es schließlich so weit. Tsonga vergab bei eigenem Aufschlag zunächst eine leichte Vorhand, leistete sich dann einen Doppelfehler und lag nach einem Vorhand-Winner von Federer plötzlich mit 0:40 zurück. Einen Matchball vermochte der Franzose noch abzuwehren, den zweiten nutzte er schließlich zum erfolgreichen Start in die World Tour Finals. Im zweiten Spiel der Gruppe B treffen Rafael Nadal und Mardy Fish aufeinander.

sportal.de / sportal

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