Tennis Haas sagt French Open ab


Thommy Haas hat seine Teilnahme an den French Open abgesagt. Bereits im Vorjahr hatte der deutsche Tennisprofi in Paris passen müssen. Auf die weiteren deutschen Teilnehmer warten schwere Erstrunden-Gegner.

Der 30 Jahre alte Tennisprofi leide noch immer an Schulterproblemen und habe deshalb seinen Verzicht auf das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres erklärt, teilten die Veranstalter mit. "Er hat beschlossen, nicht nach Paris zu kommen", erklärte eine Roland-Garros-Sprecherin auf Anfrage. Der in den USA lebende Hamburger hatte zuletzt Ende April in der ersten Runde von Monte Carlo verletzt aufgeben und seitdem kein Turnier mehr bestritten.

Schwere Lose zum Auftakt

Für die weiteren deutschen Teilnehmer ergab die Auslosung durchweg schwere Erstrunden-Gegnern. Der laut Weltrangliste derzeit beste deutsche Spieler Philipp Kohlschreiber trifft zum Auftakt auf den an Nummer neun gesetzten Rom-Finalisten Stanislas Wawrinka aus der Schweiz, Nicolas Kiefer muss sich mit dem unbequemen Finnen Jarkko Nieminen auseinandersetzen.

"Eine schwere Aufgabe für Kohli, aber zu schaffen", kommentierte Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen das Los für den 24 Jahre alten Augsburger. "Für die erste Runde ist das ein harter Brocken." Wawrinka kletterte in der Rangliste zuletzt bis auf Platz zehn und ist auf der roten Asche ein gefährlicher Gegner. Wie man ihn schlägt, bewies allerdings erst vor wenigen Tagen Kohlschreibers Nationalmannschaftskollege Kiefer am Rothenbaum.

Noch heftiger erwischte es Denis Gremelmayr, Rainer Schüttler und Benjamin Becker. Gremelmayr bekommt es mit Australian-Open-Sieger Novak Djokovic (Serbien) zu tun und dürfte gegen den Weltranglisten- Dritten ebenso chancenlos sein wie Schüttler gegen den Amerikaner James Blake und Becker gegen Michail Juschni (Russland).

Bei den Damen spielt die deutsche Hoffnungsträgerin Sabine Lisicki gegen Jelena Wesnina aus Russland. "Das ist eine gefährliche Auslosung. Kein großer Name, eine gute Spielerin, die Sabine allerdings schlagen kann", sagte Bundestrainerin Barbara Rittner über die in der Weltrangliste auf Position 84 bestplatzierte Deutsche.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker